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Umwelt - Natur- und Umweltschutz

Auwald

Wald im Wasser

Echte Auwälder stehen immer wieder einmal unter Wasser. Je nach Standort dominieren dabei ganz bestimmte Baumarten. In der Umgebung des Rheindeltahauses und an der neuen Rheinmündung sind vor allem Erlen und Weiden häufig – also schnell wachsende Weichhölzer. Dies sind typische Vertreter der Weichholzau. Am Alten Rhein in Gaißau dagegen sind Eiche, Esche und Bergulme häufig und machen das Rheinholz damit zur Hartholzau.

 

Die Weichholzau muss manchmal monatelangen Überschwemmungen standhalten. Vor allem die Silber- oder Weißweide, die zu einem mächtigen Baum werden kann, ist in dieser Hinsicht ein ausgesprochener Spezialist. Aber auch Schwarzpappel, Grauerle und etliche kleine Weidenarten ertragen längere Überschwemmungen ohne große Probleme.

 

Obwohl nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar, zählen naturnahe Auwälder zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Sie sind Oasen für eine Vielzahl an Kleintieren – auch für Schmetterlinge, denen klingende Namen wie Pappelglucke, Erlenwickler, Zahnspinner, Weidenkahneule, Weidengelbeule oder Weidenbohrer verliehen wurden.

 

Nicht zuletzt ist der Insektenreichtum eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Vogelwelt. Naturnahe Auwälder sind die bevorzugten Lebensräume des Pirols, der mit seinem goldgelben Gefieder und dem melodiösen Ruf nahezu exotisch wirkt. Tatsächlich verbringt er die meiste Zeit in Afrika und kommt nur von Mai bis Anfang August zu uns, um sein Nest hoch in einer Astgabel eines Laubbaumes zu bauen. Bemerkenswert ist, dass er auch stark behaarte Schmetterlingsraupen frisst, die sonst von den meisten Vogelarten verschmäht werden. Auch der Gelbspötter ist ein typischer Sommervogel unserer Auwälder, wo er sich durch seinen lauten Gesang bemerkbar macht. Der Kleinspecht profitiert ganz besonders von der naturnahen Waldwirtschaft. Als nur etwa spatzengroßer Vogel ist er auf morsches Holz im Wald angewiesen, da er es kaum schafft, Nisthöhlen in gesundes Holz zu meißeln.

 

Die Silberweide: Ein amphibischer Baum
 
Wegen des außergewöhnlich schnellen Wachstums ist das Holz der Silberweide weich und biegsam. Früher wurde der Baum oft als Kopfweide genutzt, indem die Äste alle paar Jahre abgeschnitten wurden. Die elastischen Weidenruten kamen in der Korbflechterei, als Binderuten im Weinbau und auch als Brennholz zum Einsatz. Leider ist diese alte Nutzung vielfach in Vergessenheit geraten. Als Lieferant für eine schmerzstillende Arznei wurde die Rinde der Silberweide auch in der Medizin verwendet. Der Wirkstoff Salicin – Salix ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die Weiden – ist Hauptbestandteil des Aspirin. Nachdem der Wirkstoff seit 1898 synthetisch hergestellt wird, hat Weidenrinde ihre Bedeutung als Heilmittel verloren.

 

Text/Fotos: umg - Broschüre Rheindeltahaus 
Bildnachweis: M Grabher, M Granitza,G Stadler,
D Huber, W Niederer, M Roggo, Vbg Naturschau 

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