Berücksichtigung neuer Rahmenbedingungen
Seit der Fertigstellung des Vorarlberger Verkehrskonzeptes „Verkehrsplanung Vorarlberg 1992“ haben sich zahlreiche einschneidende Veränderungen ergeben, die auch Auswirkungen auf die Verkehrsentwicklung in Vorarlberg haben. Dazu gehören u. a. die Ostöffnung, die im Oktober 1990 zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten führte, das Transitabkommen Österreich – EU, welches mit 1.1.1993 in Kraft getreten ist, der EU-Beitritt Österreichs mit 1.1.1995 und die bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU. Die Vollendung des EU-Binnenmarkts hat ebenfalls seit 1992 gravierenden Auswirkungen im Verkehrsbereich (Liberalisierung / Deregulierung der Verkehrsmarktordnungen) nach sich gezogen. Vor diesem Hintergrund waren die Grundlagen der Verkehrsplanung und Verkehrspolitik für das Bundesland Vorarlberg einer kritischen Überprüfung sowie einer Aktualisierung zu unterziehen.
Erarbeitung mit breitem Beteiligungsprozess
Die Aktualisierung und Überarbeitung des Verkehrskonzeptes aus dem Jahre 1992 erfolgte ab Beginn des Jahres 2003 prozessorientiert, unter Einbeziehung aller wesentlichen Interessenvertreter, damit eine auf möglichst breiter Basis getragene Leitlinie für die Landesverkehrspolitik mit einem Prognosehorizont bis 2015 als Endergebnis zur Verfügung gestellt werden kann.
Der Entwurf des neuen Verkehrskonzeptes wurde Mitte Jänner 2005 vorgestellt und in einem breiten Begutachtungsverfahren zur Diskussion gestellt. Es wurden 75 Stellungnahmen mit knapp 600 Anregungen und konkreten Vorschlägen zu den einzelnen Kapiteln abgegeben. In einem aufwändigen Auswertungsprozess wurde jeder Vorschlag geprüft, diskutiert und nach Möglichkeit in der Endfassung berücksichtigt.
Grundsätze
Das neue Konzept konzentriert sich auf den Handlungsspielraum des Landes, enthält aber auch Forderungen an die übergeordnete und nachbarschaftliche Verkehrspolitik, wie das angesichts der verkehrsgeografischen Lage Vorarlbergs notwendig und zweckmäßig ist.
Vor dem Hintergrund der bisherigen Verkehrspolitik und der geänderten Rahmenbedingungen orientiert sich das neue Verkehrskonzept des Landes Vorarlberg an folgenden Grundsätzen:
- Verkehr vermeiden und verlagern
- Verkehr umweltverträglich und sicher abwickeln
- Ein fairer Zugang zur Mobilität
- Gut erreichbar für Wirtschaft und Bevölkerung
- Innovationen fördern
- Kooperationen eingehen
Diese Grundsätze werden durch Schwerpunkte konkretisiert, auf die sich das Maßnahmenprogramm stützt. Die Schwerpunkte werden durch Ziele und messbare Kriterien definiert.
Umsetzung
Das Verkehrskonzept Vorarlberg 2006 ist deutlich konkreter als die Verkehrsplanung Vorarlberg 1992. Die Umsetzung ist damit nicht „business as usual“, sondern erfordert besondere Anstrengungen. Auf politischer Ebene wurden durch die Zusammenlegung der Verkehrsagenden in ein Ressort im Jahr 2004 die Voraussetzungen für eine konsistente Verkehrspolitik geschaffen. Alle Maßnahmen sind tabellarisch entsprechend der einzelnen Themenbereiche zusammengestellt und mit Fristigkeiten und Zuständigkeiten versehen.
Der Schlussbericht, die Kurzfassung, das Maßnahmenprogramm und die Presseunterlage vom 09.03.2006 sind untenstehender Infobox zu entnehmen:
Download:
Verkehrskonzept Vorarlberg 2006 - Schlussbericht (3.2 MB)
Verkehrskonzept Vorarlberg 2006 - Kurzfassung (864 kB)
Verkehrskonzept Vorarlberg 2006 - Maßnahmenprogramm (2.8 MB)
Verkehrskonzept Vorarlberg 2006 - Presseunterlage 09-03-06 (60 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme