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Rund 2200 Besucher/innen der Sonderschau „Energiezukunft Vorarlberg“ auf der diesjährigen Dornbirner Frühjahrsmesse beteiligten sich am Weltrekordversuch. Es galt, mit 21 Fahrrädern in 24 Stunden den bestehenden Weltrekord – gehalten von Italien zu schlagen. Dieser lag bei 4,392 kWh erzeugter Energie. Das entspricht einer Durchschnittsleistung über 24 h gerechnet von 182,982 Watt.
Geradelt wurde an drei Tagen je acht Stunden. Die gelegte Latte der Italiener wurde bereits am Ende des ersten Tages gebrochen. Es wurde aber kräftig weitergeradelt. Am Sonntag stand die erzeugte (elektrische) Energiemenge fest: 12,953 kWh (oder 12.953 Wh) wurden durch Muskelkraft erzeugt. Das ist das dreifache des bestehenden Rekords. Die durchschnittliche Leistung betrug somit rund 540 W.
Grandioser Start – tolles Endergebnis
Der Jubel in der Halle 7 am Sonntag Abend war groß. Sogar Landeshauptmann Sausgruber und Landesrat Erich Schwärzler waren mit dabei, als die letzten Wattstunden erzeugt wurden. Grandios war auch der Start zum Weltrekordversuch. Rund 180 Schüler und Schülerinnen aus Bürs standen am Freitag den 4. 4. 08 bereit, um in die Pedale zu treten. Punkt 9:30 pfiff Stefan Jäger die ersten 21 Radler/innen an. Dann wurde im 10 Minutentakt gewechselt.
Die große Einsicht von 24 h harter Arbeit
Getreten wurde von Jung und Alt, von Klein bis Groß, von Hobbyradlern und Semiprofis. Allen war eines gemeinsam: sie wollten dabei sein. Vielen ist beim Schwitzen eines klar geworden: Es ist fürchterlich anstrengend, mit Muskelkraft Energie zu erzeugen. Denn die in dieser Zeit von 2200 Personen erzeugte elektrische Energie hätte auf dem Weltmarkt rund einen Euro gekostet! Oder anders: die Energiemenge von knapp 13 kWh entspricht dem Energieinhalt von 1,3 Liter Öl. Man denke nur wie schnell 1,3 Liter Öl oder Diesel den Kamin oder den Auspuff hinausgehen.
Man kann aber auch anders herum argumentieren: Mit wie wenig Energie man sich von Ort A nach Ort B bewegen kann. Denn mit dem Energieäquivalent von 1,3 Liter Diesel sind 4199 km zurückgelegt worden! Das zeigt wieder, wie effizient man mit einem Rad unterwegs sein kann.
Aufwendige Technik
Nicht ganz trivial war die technische Ausrüstung, diesen Weltrekordversuch durchzuführen. Es musste zum Beispiel bei jedem Rad die erzeugte Energie erfasst werden. Damit die gewonnene Energie mit höchster Effizienz erzeugt werden konnte, wurde sehr gutes Radmaterial und ein hocheffizienter Generator eingesetzt. Die Energiemengen wurden in Datenbanken erfasst und entsprechend dargestellt. Die Umsetzung haben viele Firmen unterstützt: CIC Radsport, Gantner Instruments, TIP NetApp, VKW, Simon Waibel, Stefan Jäger, WD – Dietmar Wollensack und Neuko stellten ihr Know_How zur Verfügung.