Es wird durch viele Entwicklungen immer klarer, dass in der Energiefrage eine der großen Herausforderungen der Zukunft zu sehen ist. Ein verantwortlicher Umgang mit diesem Thema verlangt eine aktive und vorausschauende Herangehensweise. Dabei sind alle aufgefordert, in ihrem Wirkungsbereich zu handeln.
Mit dem Programm „Energiezukunft Vorarlberg“ startet das Land Vorarlberg einen Prozess, der sich, über die zahlreichen Maßnahmen hinaus, mit unseren Potentialen, Perspektiven, Handlungsmöglichkeiten und Kommunikationsstrategien beschäftigt und Lösungen aufzeigt. Dabei wird es auch verschiedenste Möglichkeiten der Beteiligung geben, denn die Energiezukunft ist ein gemeinsames Ziel.
Hintergründe und Aufgabenstellung
Energiezukunft Vorarlberg zielt darauf ab, Potentiale und Handlungsperspektiven in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung des Landes aufzuzeigen.
Das Programm soll Beteiligungsmöglichkeiten schaffen und dabei die unterschiedlichen energierelevanten Perspektiven verschiedener Disziplinen vernetzten. Ein gemeinsames Verständnis für die bewältigbaren Maßnahmen und neue Impulse in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung sollen dadurch ermöglicht werden.
Der Kernprozess mit Denkwerkstattcharakter ist bis Anfang 2010 angelegt. Daran schließt eine bis 2020 anberaumte Umsetzungsphase an, welche an die Maßnahmen aus dem Energiekonzept anschließen.
Programmorganisation
Kern des Programms bilden Werkstätten, welche sich einer der beiden Themengruppen "erneuerbare Energieträger" oder "effiziente Energienutzung" zuordnen lassen. Die Mitglieder der Werkstätten sind anerkannte ExpertInnen aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens. Beteiligungsmöglichkeiten für BürgerInnen und InteressensvertreterInnen sind über verschiedene Foren geplant. Das Energieinstitut Vorarlberg ist von der Vorarlberger Landesregierung mit der Programmleitung betraut worden. Im Lenkungsausschuss setzt sich aus LR Ing. Schwärzler, Dir. Dr. Summer und den Energiesprechern aller Landtagsparteien zusammen.
Prozess
Das Programm schafft für die TeilnehmerInnen der Werkstätten den Rahmen für einen visionsorientierten im Ergebnis offenen Prozess. Die zu entwerfende Vision basiert auf der Annahme, dass nachhaltige Energieversorgung einen Lebensraum mit hoher Lebensqualität bedeutet und weitgehend mit den bereits heute vorhandenen Mitteln realisiert werden kann. Ausgehend von der Vision werden in den Werkstätten Handlungsstrategien und letztlich konkrete Maßnahmen als Empfehlung für die Vorarlberger Landesregierung ausgearbeitet.
Im Zuge von Beteiligungsprozessen werden InteressensvertreterInen, welche nicht in den Werkstätten mitarbeiten, eingeladen die Ergebnisse aus den Werkstätten zu begutachten.