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Zukunft - Büro für Zukunftsfragen

Was bedeutet Bodensee Agenda 21?

Zugrunde liegen diesem Aktionsplan die Ergebnisse der UN Kommission für Umwelt und Entwicklung, die 1983 gegründet worden ist und oft nach ihrer Vorsitzenden, der norwegischen Politikerin Brundtland, benannt wird.

Die Mitglieder der Vereinten Nationen – Industrie- und Entwicklungsländer – verständigten sich also in Rio de Janeiro darauf, die Ressourcen der Erde künftig so behutsam zu bewirtschaften, dass sie den Ansprüchen einer wachsenden Weltbevölkerung genügen und auch zukünftigen Generationen noch ausreichend Freiräume und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Einbindung der Gesellschaft
Die Grundsätze, auf denen die Agenda 21 aufbaut, sind der Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung und der Vorsorgegrundsatz. Die Agenda 21 bringt neben dem zum Prinzip erhobenen Konzept der nachhaltigen Entwicklung eine weitere grundlegende Neuerung mit sich. Zum ersten Mal beschränkt sich ein Dokument der internationalen Staatengemeinschaft nicht auf die Aufgaben und Rollen der Regierungen ihrer Mitgliedsstaaten. In der Agenda 21 wird massiv die Einbindung der Gesellschaft in die Verwirklichung der Agenda gefordert. Bürgerinnen und Bürger, die kommunalen Verwaltungen und zivilgesellschaftliche Organisationen sollen gemeinsam eine Lokale Agenda 21 erstellen, die den Weg zu einer zukunftsfähigen Gemeinde beschreibt. Die Konsultation von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort wird als Chance gesehen, eine breite Öffentlichkeit für eine nachhaltige umweltverträgliche Entwicklung zu mobilisieren und zu sensibilisieren.


Ganzheitlicher Ansatz
Bei der Erstellung des Bodenseeleitbildes durch die Internationale Bodensee-Konferenz ging es darum, grenzüberschreitende längerfristige Entwicklungsperspektiven zu formulieren, um die unverwechselbare Eigenart dieses Raumes zu erhalten und weiter zu entwickeln. Da war es naheliegend, dieses Leitbild unter das Ziel der Nachhaltigkeit im Sinne einer Agenda 21 zu stellen. Ein ganzheitlicher Ansatz sollte um einen Ausgleich zwischen Sozial-, Wirtschafts- und Umweltaspekten bemüht sein. Im Jahr 1999 hat die Internationale Bodensee-Konferenz somit beschlossen, das Projekt "Bodensee Agenda 21" zu starten. Dazu wurde eine Projektsteuerungsgruppe eingesetzt, der Vertreter aller Mitgliedsländer und –kantone angehören. Um die Verbindung mit der kommunalen Handlungsebene der Lokalen Agenda 21 herzustellen, und dieser auch dienend zur Verfügung zu stehen, wurde schließlich im Dezember 2000 beschlossen, rund um den See sogenannte "regionale Anlaufstellen" einzurichten. In Vorarlberg übernimmt diese Aufgabe das Büro für Zukunftsfragen.

Infobox

Kontakt:

  1. Amt der Landesregierung – Büro für Zukunftsfragen (Lageplan·Fahrplan)

    1. Mag Bertram Meusburger, Telefon +43 (0) 5574 / 511 - 20612, E-Mail 

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