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Dadurch sollte ein Beitrag zur Schuldenprävention geleistet werden. Umso erfreulicher ist die Anzahl der Einreichungen: Von insgesamt 36 Filmen sind jeweils 11 aus der Schweiz und aus Vorarlberg und 14 aus Deutschland. „Doch noch beeindruckender ist der Effekt, der in manchen Filmen erzielt wurde“, freut sich Landesrat Erich Schwärzler, „denn viele Jugendliche haben in ihrer alltäglichen Sprache ausgedrückt, was „nachhaltiger“ Konsum bedeuten kann.“
Von der abstrakten Nachhaltigkeit zur Sprache der Jugend
Auch Bertram Meusburger vom Büro für Zukunftsfragen sieht den Filmcontest als gelungene Art und Weise der Auseinandersetzung der Jugend mit dem Thema des nachhaltigen Konsums: „Ernst gemeinte Ratschläge von Erwachsenen prallen bei Jugendlichen meistens ab wie inhaltslose Floskeln. Zu sehr wird ihnen pausenlos suggeriert, dass man ohne schnittiges Auto, geile Markenjeans und ohne Handy sowieso vollkommen out ist.“
Dabei haben der vernünftige Umgang mit Geld und ein bewusstes Konsumverhalten sehr viel mit der eigenen Zukunft und der Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der nächsten Generation zu tun. Ein nachhaltiges Thema also, das umso schwerer zu vermitteln ist, als es für Jugendliche sehr oft mit Einschränkungen der persönlichen Freiheiten verbunden ist.
Deshalb sollten bei diesem Projekt Jugendliche selbst zu Wort kommen: In ihrer Sprache, in ihrem Lebensgefühl.
Die Filme
Erlaubt war, was immer dazu einfällt: es konnte ein kleiner Spielfilm sein, ein Stummfilm, ein Videoclip, Interviews oder ganz etwas anderes. Allerdings sollte die Filmdauer 5 Minuten nicht überschreiten. Als Einstieg und Anregung wurde vom Büro für Zukunftsfragen und der IfS Schuldenberatung in Vorarlberg bereits ein Video entwickelt, in dem 6 junge Menschen ihre Lebenshaltung im Umgang mit Geld und ihre Wünsche an die Zukunft schildern. Dieses Video eignet sich auch für die Behandlung des Themas im Schulunterricht und kann bei der Geschäftsstelle Bodensee Agenda 21 angefordert werden. Betreut wurde der Filmwettbewerb vor Ort von den Regionalen Anlaufstellen der Bodensee Agenda 21. In Vorarlberg war dies das Büro für Zukunftsfragen.
Mitmachen konnten Schulklassen, Film-AGs, Jugendgruppen, Freunde oder auch Einzelpersonen. Preise im Wert von € 4.000.- standen zur Verfügung. Eine internationale Jury aus Experten in Sachen Film, Jugendarbeit und Nachhaltigkeit hat die Preisträger aus den 36 Einreichungen ermittelt. Die besten Filme werden im Rahmen einer öffentlichen Prämierung am 13.10.2004 im Landhaus Bregenz vorgestellt.
Der Filmwettbewerb ist Teil des Jugendprogrammes der Bodensee Agenda 21. Seit Ende 2002 werden mit verschiedensten altersgerechten Aktivitäten und Angeboten (Internetschnitzeljagd, Jugendgipfel, Jugenddeklaration, Bilderbuch) Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen nachhaltige Lösungsansätze aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt , Soziales und globale Verantwortung näher gebracht, zum Nachdenken angeregt und zum Mitmachen aufgefordert.
Nähere Informationen:
Geschäftsstelle der Bodensee Agenda 21
c/o Regierungspräsidium Tübingen
Ulrike Kessler
Tel.: + 49 / (0)7071 – 757 3236
ulrike.kessler@rpt.bwl.de
Büro für Zukunftsfragen
Mag Bertram Meusburger
Tel.: 0043 (0)5574 511 20612
bertram.meusburger@vorarlberg.at