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Zukunft - Büro für Zukunftsfragen

Jugend-Energietag der Bodensee Agenda 21

Am 6. Oktober 2006 fand der erste Jugend-Energietag der Bodensee Agenda 21 statt. Auf vier Routen durch Vorarlberg konnten Jugendliche aus der gesamten Bodenseeregion anhand konkreter Beispiele erleben, wie eine nachhaltige Energiewirtschaft schon heute funktionieren und sich rechnen kann.

Alle besuchten Stationen wurden von den Jugendlichen einer Analyse der konkreten Auswirkungen in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Soziales und Fernwirkungen unterzogen und die Ergebnisse am Abend im Plenum präsentiert.

Energiethemen werden konkret erlebbar

Die 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in vier Gruppen aufgeteilt und machten sich zu den Themen „Passivhaus“, „Energie aus Biomasse“, „Energie aus Sonne“ oder „Strom aus Wasser“ quer durch Vorarlberg auf den Weg. Vor Ort wurden die Energiethemen für die Jugendlichen konkret erlebbar. Fachleute erläuterten die einzelnen Stationen und standen für Fragen aller Art zur Verfügung. Anhand der Beispiele wurde deutlich, dass die sinnvolle Nutzung regenerativer Energien und der sparsame Umgang mit vorhandener Energie wichtige Bausteine für ein verantwortungsvolles und vor allem zukunftsfähiges Handeln sind.

Energiethemen werden von Jugendlichen selbst bewertet

Während der Exkursionen wurden die Jugendlichen aufgefordert, auch selbst aktiv zu werden und die besuchten Projekte mit Fotos zu dokumentieren, sowie diese einem von der Bodensee Agenda 21 entwickelten „Nachhaltigkeits-Check“ zu unterziehen. Dabei wurden die konkreten Auswirkungen der besichtigten Projekte in Kleingruppen einer Analyse in den vier Nachhaltigkeitsbereichen Wirtschaft, Umwelt, Soziales und Fernwirkungen unterzogen, durch ein einfaches Raster- und Farbensystem visualisiert und am Spätnachmittag in einem Abschlussevent allen Teilnehmern vorgestellt. Damit konnten die über den Tag erhaltenen Informationen allen zugänglich gemacht und in einen Gesamtzusammenhang gestellt werden (siehe Dokumentation zum Downloaden in der Infobox).

Energiethemen haben vielfältige Dimensionen

In den Zusammenfassungen der Jugendlichen nach den Exkursionen wurde deutlich, dass die Energiefrage nicht nur ökologische Aspekte hat. Auch Themen wie Innovation, Schaffung von Arbeitsplätzen, Regionale Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit von Standorten wurden diskutiert.
Adi Gross, Leiter des Vorarlberger Energieinstituts, verwies in seinem abschließenden Beitrag darauf, dass das Thema Energie innerhalb der Gesellschaft auch immer mehr eine soziale Dimension erhalte, da für eine breiter werdende Gesellschaftsschicht die steigenden Energiepreise fast nicht mehr finanzierbar seien. Hier seien neue Wege, z.B. in Richtung Passivhaus gefragt. Hinzu komme auch eine globale Dimension. Insbesondere beim Thema Öl stelle sich für die europäischen Länder, die selbst nur über sehr geringe eigene Ressourcen verfügten, immer drängender die Frage nach einer Unabhängigkeit von Lieferungen aus Krisenregionen. Umso wichtiger sei der Energiespargedanke, ein verstärktes Umschwenken auf regenerative Energien und ein Handeln über den Tag hinaus. Dabei komme es für eine Trendwende im Energiebereich letztlich auf jeden Einzelnen an. Denn durch ein verantwortungsbewusstes lokales Handeln könne jeder an der zukünftigen globalen (Klima-) Entwicklung selbst mitarbeiten.

Infobox

Kontakt:

  1. Amt der Landesregierung – Büro für Zukunftsfragen (Lageplan·Fahrplan)

    1. Mag Bertram Meusburger, Telefon +43 (0) 5574 / 511 - 20612, E-Mail 

Download:

Dokumentation Jugendenergietag (1.8 MB)

Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme


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