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Zukunft - Büro für Zukunftsfragen

Kulturell engagiert

Über Entwicklungen und Herausforderung im kulturellen Ehrenamt diskutierte am 13. Juni 2007 in Feldkirch eine kompetent besetzte Runde. Die Statements von Sabine Benzer (Theater am Saumarkt und IG Kultur Vorarlberg), Eva Häfele (Verein zur Förderung des Jüdischen Museums Hohenems) und Katharina Mathis (Vorarlberger Blasmusikverband) führten zu einer angeregten Diskussion.

Managementfähigkeiten sind gefragt
Unisono war man sich einig, dass die Vereinsvertreter über gewisse Qualifikationen verfügen müssen. Dr. Eva Häfele vom Verein zur Förderung des Jüdischen Museums in Hohenems regte in diesem Zusammenhang einen Ausfallsfonds für unschuldig in Not geratene Vereine an. "Heute kann man nicht alle rechtlichen Grundlagen kennen und gesetzliche Änderungen vorhersehen." Dr. Johannes Bechtold vom Büro für Zukunftsfragen kündigte eine Ausbildungsoffensive des Landes Vorarlberg im diesem Bereich an.

Ausbildung fördert Integration und kulturelles Leben
Attila Dincer von der Türkischen Plattform Vorarlberg erinnert sich schmerzlich an die ersten Anfänge und Schritte des Vereinslebens. "Zu Beginn wussten wir nicht, dass Veranstaltungen viele behördlichen Konsequenzen wie z.B. die AKM nach sich ziehen." Darum sei es umso wichtiger, dass sich Vereine für Menschen mit migrantischem Hintergrund öffnen, damit wichtige Grundlagen in der praktischen Erfahrung gelernt werden können. Dies bringe Integration und die notwendige Ausbildung mit sich, damit Vereine kulturell (über-)leben können.

Ehrenamtliche einbinden
Katharina Mathis (Blasmusikverband) und Mag. Sabine Benzer (Theater am Saumarkt und IG Kultur Vorarlberg) sind für Menschen, die praktische Erfahrungen sammeln wollen offen und bieten dazu auch die entsprechenden Rahmenbedingungen (Betreuung oder Instrumenteverleih), sie wollen sich aber noch mehr in diese Richtung engagieren.

Im Laufe der Diskussion wurden verschiedene Ansätze und Ideen formuliert, die zur qualitativen Sicherung des Ehrenamtes und der Freiwilligenarbeit beitragen können:

  1. Aufzeigen was alles ehrenamtlich und freiwillig geleistet wird – interne Dokumentation und Sichtbarmachen der Leistungen nach außen
  2. Wissen und Kompetenzen allen zugänglich machen, Geld allein ist zuwenig, es braucht sowohl die praktische Erfahrung plus theoretisches Wissen. Das bedeutet Vernetzung auf beiden Ebenen ist nötig. Ein Beispiel in diese Richtung ist die Vorarlberg Akademie.
  3. Rechtliche Information und rechtlicher Schutz: konkrete Idee von Dr. Eva Häfele ist ein Rettungsfonds für unschuldig in Not geratenen Vereine und Initiativen
  4. Weitere Idee: Fonds für Rechnungsprüfer – Vereine prüfen sich gegenseitig
  5. Vernetzungstreffen forcieren: der BE-Stammtisch ist eine Form die Austausch und Vernetzung zwischen den Vereinen und Initiativen fördert, weitere Vernetzungen stärken die Vereinen und das Bürgerschaftliche Engagement
  6. Die Koordination wirkungsvoller freiwilliger Arbeit/menschen verlangt vielfach nach Managementqualifikationen, vor allem dann, wenn hunderte/tausende ehrenamtliche Stunden geleistet werden  – d.h. es  braucht professionelle (hauptamtliche) Begleitung. Qualifikationsangebote dieser (ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen) FreiwilligenkoordinatorInnen sind ein möglicher Weg 

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