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Den Lebensraum lebendig gestalten
Engagierte Menschen, die vertrauensvoll kooperieren und langfristig denken und handeln, machen einen Ort und eine Region erst lebendig und lebenswert. Das soziale Zusammenleben – das Miteinander, ist die wesentliche Voraussetzung für ein hohes Maß an Lebensqualität. Partizipation bietet in diesem Sinne die Möglichkeit Menschen zu aktivieren und für ein Thema zu begeistern – für mehr Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Die Herausforderung liegt in der Gestaltung qualitätsvoller Beteiligungsprozesse. Das Büro für Zukunftsfragen setzt in dieser Richtung nun einen neuen Schwerpunkt.
Einheitliche Standards und Qualitätskriterien
Partizipation, also die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen oder Initiativen gewinnt zusehends an Bedeutung. Dies äußert sich einerseits in der Komplexität der Probleme, welchen sich die Politik und die Gesellschaft gegenüber sieht und andererseits in der Intensität und Häufigkeit partizipativer Prozesse. Dies bestätigt auch eine Umfrage innerhalb Vorarlberger Gemeinden: in 34 von 45 befragten Gemeinden werden Bürgerbeteiligungsprozesse umgesetzt. Hierbei kommt eine große Vielfalt unterschiedlicher Methoden zum Einsatz. Von Informationsverantaltungen über Bürgerversammlungen und Planungsworkshops bis hin zu Fokusgruppen oder das Einrichten fixer Arbeitsgruppen. Was sich aber auch zeigt, ist dass kein einheitliches Verständnis von Partizipation und dessen Nutzen vorhanden ist. Daher ist es entscheidend, sich genau damit auseinanderzusetzen. Es braucht eine Diskussion über einheitliche Standards, Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien von Partizipationsprozessen in Gemeinden und Regionen.
Daher hat das Büro für Zukunftsfragen ein Positionspapier Partizipation erarbeitet, welches sich einerseits mit den Grundlagen und Rahmenbedingungen von Partizipationsprozessen auseinandersetzt, und andererseits auf praktische Aspekte eingeht, wie zum Beispiel die Organisation von Partizipationsprozessen und deren Nutzen und Wirkungen. Praktische Beispiele aus Vorarlberg untermauern die Ausführungen.
Offener Diskussionsprozess
Ziel dieses Positionspapiers ist es, einen Diskussionsprozess zu initiieren. Das Thema Partizipation ist ein Schlüsselthema, wenn es um neue Lösungsformen und insbesondere innovative Herangehensweisen geht. Wir stehen am Beginn einer neuen Haltung gegenüber partizipativer Entscheidungs- und Willensbildung. Denn es geht darum, eine Verantwortungsgemeinschaft von Politik, Verwaltung und Bürgern herzustellen und innerhalb eines ausgewogenen Verhältnisses von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu agieren. Die Vision ist also eine lebendige Demokratie, die durch Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger getragen ist. Eine Diskussion über die zentralen Herausforderungen und die Bedeutung des Ansatzes ist daher mehr als notwendig. Auf Basis dieser Diskussion ist es das Ziel, das Papier ständig weiterzuentwickeln.
Das Positionspapier Partizipation in der aktuell gültigen Fassung finden Sie hier als Download. Wir freuen uns über ihr Feedback.
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Büro für Zukunftsfragen (LageplanFahrplan)
Download:
Positionspapier_Vers7 (207 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme