Österreich verfügt seit über 30 Jahren über ein flächendeckendes automatisches Überwachungssystem für Umweltradioaktivität. Das Strahlenfrühwarnsystem verfügt über 335 Stationen, an denen automatisch und kontinuierlich die äußere Strahlung (Gamma-Ortsdosisleistung) gemessen wird. Zusätzlich sind 10 Luftmonitorstationen in grenznahen Regionen installiert, die laufend die Konzentration von radioaktiven Stoffen in der Luft bestimmen.
In Vorarlberg befinden sich 17 Ortsdosisleistungsmessanlagen über die Landesfläche verteilt und eine Luftmonitoringstation in Dornbirn. Die aktuellen Messwerte werden online an die Zentrale im Lebensministerium in Wien übertragen und ausgewertet. Dort sind die Werte auch für die zuständige Institution im Land - die Landeswarnzentrale - zugänglich.
Bei der Interpretation der Daten sind witterungsbedingte Schwankungen zu berücksichtigen. Zum Beispiel kann einsetzender Niederschlag durch Auswaschung natürlicher Radioaktivität aus der Luft zu einer kurzzeitigen Erhöhung der Messwerte führen. Dabei sind die Intensität der Niederschläge und die Dauer der vorangehenden Trockenperiode maßgebend. In den Wintermonaten kann zudem die Schneedecke den Teil der Bodenstrahlung so stark reduzieren, dass die Messwerte unter den langjährigen Erfahrungsbereich absinken.
Weitere Informationen im Internet:
Atomunfall in Japan: Ausbreitung von Radioaktivität, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Österreich:
Strahlenfrühwarnsystem, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
oder
ORF-Teletext (Seite 623)
Deutschland: Radioaktivitätsmessnetz des Bundesamtes für Strahlenschutz
Schweiz: Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS, Nationale Alarmzentrale