Im Jahr 2003 kam es im Stadtgebiet von Feldkirch an der Luftgüte-Messstelle Bärenkreuzung zu Überschreitungen des im Immissionsschutzgesetz-Luft festgelegten Jahresmittel-Grenzwertes für Stickstoffdioxid von 50 µg/m³ und des Tagesmittel-Grenzwertes für lungengängigen Feinstaub (PM10) von 50 µg/m³. Darüber hinaus wurde der Kurzzeitgrenzwert für Stickstoffdioxid (Halbstunden-Mittelwert) von 200 µg/m³ an einigen Tagen im Februar 2003 überschritten. Das Gesetz sieht bei einer Grenzwertüberschreitung die Durchführung einer Statuserhebung und darauf aufbauend die Erlassung eines Maßnahmenkatalogs zur hinkünftigen Vermeidung von Grenzwertverletzungen vor. Bereits im Jänner 2004 wurde die Statuserhebung hinsichtlich der Verletzung des Stickstoffdioxid-Kurzzeitgrenzwerts veröffentlicht. Nun liegt nach umfangreichen Analysen und Detailstudien auch die zweite Statuserhebung zur Grenzwertüberschreitung bei Stickstoffdioxid (Jahresmittelwert) und Feinstaub (PM10) vor.
Wesentliche Erkenntnisse
Die Statuserhebung zeigt auf, dass im Fall der Stickstoffdioxidimmission der Kraftfahrzeugverkehr die bei weitem größte Verursachergruppe für die Grenzwertüberschreitungen im Jahr 2003 war, wobei mehr als die Hälfte der Stickoxidemissionen aus dem Verkehrsbereich auf den Schwerlast- und Busverkehr entfiel.
Im Unterschied zur Stickstoffdioxid-Belastung stammt ein erheblicher Teil der PM10-Belastung auch direkt an der Bärenkreuzung nicht vom Lokalverkehr, sondern von anderweitigen lokalen und regionalen Quellen. Die Emission des Lokalverkehrs stammt einerseits von Autoabgasen, andererseits von Abrieb und Wiederaufwirbelung. Weitere Quellen sind Emissionen aus dem häuslichen, gewerblichen und industriellen Bereich, wobei bei den regionalen Quellen das städtische bzw. flächenhafte Verkehrsaufkommen maßgeblich beteiligt ist.
Download:
Statuserhebung_Jänner2004 (923 kB)
Statuserhebung_Dezember2004 (1.2 MB)
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