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Umwelt - Umwelt und Lebensmittel

Strukturzustand der Fließgewässer im nördlichen Vorarlberg, Stand 2003

Die naturräumliche Betrachtung und die strukturökologische Bewertung der Gewässer ist mittlerweile fester Bestandteil bei der Beurteilung von Oberflächengewässern. Neben Verschmutzungen und Schadstoffeinträgen werden auch hydrologische und morphologische Eingriffe bei der Bewertung des ökologischen Zustands der Fließgewässer miterfasst.

Mit dem vorliegenden dritten Teilbericht „Strukturgüte der Fließgewässer im nördlichen Vorarlberg. Stand 2003“ der Schriftenreihe Lebensraum Vorarlberg „Fließgewässer in Vorarlberg – Gewässerinventar“ sind die flächendeckenden Erhebungen hinsichtlich der Strukturgüte der Vorarlberger Fließgewässer abgeschlossen. Die ökomorphologischen Aufnahmen des Vorarlberger Gewässernetzes, das eine Gesamterstreckung von etwa 4100 km aufweist, erfolgten im Zeitraum 1996 - 2003. Die Ergebnisse wurden in Teilberichten dokumentiert. Der erste Teilbericht beschreibt die strukturökologische Ausstattung der Fließgewässer im Rheintal, der zweite Teilbericht beschäftigt sich mit den Fließgewässern im südlichen Vorarlberg. Der nun vorliegende dritte Teilbericht befasst sich mit der strukturellen Ausstattung der Fließgewässer im nördlichen Vorarlberg (Bregenzerwald, Leiblachgebiet und Pfänderstock, Kleines Walsertal).

Von den im Bearbeitungsgebiet „Vorarlberg Nord“ erhobenen 508 Fließgewässern mit einer Gesamtlänge von 850 Kilometern können noch rund zwei Drittel (78 %) als natürlich bis naturnah ausgewiesen werden, 11 % der Gewässerläufe zeigen mäßige strukturelle Beeinträchtigungen. Die restlichen 11 % sind durch unterschiedlich starke Verbauungen bzw Nutzungen deutlich oder stark beeinträchtigt. 2 % der Gewässerstrecken sind verrohrt. Ähnlich wie in den restlichen Gebieten Vorarlbergs sind die beeinträchtigten Gewässerstrecken vorwiegend in den Tallagen anzutreffen, während die Bergregionen im Wesentlichen noch intakte Gewässerläufe aufweisen.

Hydrologische Störungen beschränken sich in erster Linie auf die Gebiete des Mittleren und Vorderen Bregenzerwaldes. Hier führen insbesondere energiewirtschaftliche Nutzungen zu Beeinträchtigungen im Abflussregime. Im Bearbeitungsgebiet sind knapp 50 Flusskilometer durch Restwasser beeinflusst, 30 Kilometer sind durch Schwallbetrieb in ihrer natürlichen Wasserführung gestört und rund 3 Kilometer der erhobenen Fließgewässerstrecken sind eingestaut.

Der Bericht „Strukturgüte der Fließgewässer im nördlichen Vorarlberg. Stand 2003“ ist in der Schriftenreihe Lebensraum Vorarlberg, Band 57 erschienen und kann beim Umweltinstitut des Landes Vorarlberg kostenlos angefordert werden bzw steht Ihnen als pdf-File auf dieser Homepage zur Verfügung.

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