vorarlberg.at · Umwelt und Lebensmittel · Flüsse.Seen.Bäderhygiene
Im Zuge der Erarbeitung des Vorarlberger Fließgewässerinventars wurde in den vergangenen Jahren auch dem Krebsvorkommen verstärkt Augenmerk geschenkt. Während noch bis Ende des 19. Jahrhunderts Flusskrebse die heimischen Gewässer verbreitet besiedelten, zählen sie heute zu den äußerst seltenen und schützenswerten Arten. Durch eingeschleppte Krank-heitserreger, Wasserverunreinigungen und Gewässerverbauungen wurden die Krebsbestände in den vergangenen Jahrzehnten stark dezimiert.
Mit der vorliegenden Studie, die in Zusammenarbeit mit der Fischerei-fachstelle des Landes und mit Unterstützung der Fischereivereine erstellt wurde, konnte nun der Nachweis erbracht werden, dass noch etliche heimische Gewässer intakte Krebsbestände beherbergen. So konnten bislang 14 Steinkrebs-, 6 Edel-krebs- und 6 Signalkrebsvorkommen nachgewiesen werden. Vor allem die Funde der bei uns als heimisch geltenden Steinkrebse stellen eine wesentliche Bereicherung der Fauna von Vorarlberg dar, betont Landesrat Schwärzler.
In der Broschüre des Umweltinstituts werden die in Vorarlberg und in angrenzenden Gebieten auftretenden Arten beschrieben und eine Bestimmungshilfe zur Unterscheidung der Krebse vorgestellt. Die nachgewiesenen Vorkommen und die einzelnen Krebsgewässer werden näher erläutert und in über-sichtlichen Verbreitungskarten dargestellt.
Nur ökologisch intakte weitgehend unverbaute Gewässer können von heimischen Flusskrebsen besiedelt werden. Wir sind daher gefordert, geeignete Maßnahmen zu treffen, um den Lebensraum der nachgewiesenen Krebsbestände bestmöglich zu schützen, so Landesrat Schwärzler. Darüber hinaus ist es eine generelle Zielsetzung des Natur- und Landschaftsschutzes, naturnahe Gewässer zu erhalten und die ökologische Qualität beeinträchtigter Gewässer schrittweise zu verbessern.
Der Bericht „Vorkommen und Verbreitung von Flusskrebsen in Vorarlberg“ ist in der Schriftenreihe Lebensraum Vorarlberg erschienen und kann beim Umweltinstitut des Landes bezogen werden.
Download:
Flusskrebse in Vorarlberg (4.9 MB)
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