vorarlberg.at · Umwelt und Lebensmittel · Flüsse.Seen.Bäderhygiene
40 Jahre Überblick
Der vorliegende Gütebericht 2005 stellt seit dem Erscheinen der ersten Gütekarte im Jahre 1967 die nunmehr siebente Dokumentation dar.
Der Gütezustand der Fließgewässer hat sich seit den 1960er Jahren kontinuierlich verbessert. Heute gibt es in Vorarlberg keine übermäßig verschmutzten Gewässerstrecken mehr. Die Signalfarbe Rot ist erstmals aus der Gewässergütekarte verschwunden, neunzig Prozent der Gewässerstrecken sind nur noch gering oder mäßig verunreinigt. Ziel ist es, die noch vereinzelten Gütedefizite zu sanieren und vor allem das erreichte Qualitätsniveau unserer Gewässer zu halten und langfristig zu sichern.
Besonders eindrucksvoll gestaltet sich die Erfolgsbilanz für die Ballungsräume Rheintal und Walgau. Während in den 60er Jahren noch rund 40 Prozent der Gewässerstrecken stark verunreinigt waren, liegt heute dieser Anteil gerade noch bei fünf Prozent.
Problem Phosphor: Weitgehend gelöst
In den 1980er Jahren war die Phosphorbelastung auch größerer Fließgewässer des Landes noch beträchtlich. Heute liegen die Phosphorkonzentrationen in den Zuflüssen teilweise unter einem Zehntel der damaligen Belastungen. Die Sanierung der Fließgewässer spiegelt sich auch im Bodensee deutlich wider. Von den gesamten Stoffeinträgen in den Bodensee stammen dreißig Prozent von Vorarlberger Zuflüssen. Nach dem Belastungshöhepunkt des Bodensees Ende der 1970er Jahre liegt heute die Phosphorkonzentration im Bodenseewasser durch den kontinuierlichen Ausbau der Abwasserreinigungen und die zunehmend gute landwirtschaftliche Praxis wieder auf dem Niveau der 50er Jahre.
Ganzheitliche Gewässerbetrachtung
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie und das nationale Wasserrechtsgesetz setzen beim Gewässerschutz neue Maßstäbe: Gefordert ist in Hinkunft ein guter ökologischer und guter chemischer Zustand der Gewässer. Die Lebensgemeinschaften der Bäche und Flüsse und der Grad der Naturnähe der Gewässer stehen hierbei im Vordergrund. Das im Zeitraum 1995 bis 2002 erstellte Vorarlberger Fließgewässerinventar und die vorliegende Gütekarte sind zentrale Grundlagen für die geforderte Erfassung des ökologischen Zustands.
Neue Schadstoffe
Auch den umweltgefährdenden Chemikalien aus Haushalt, Industrie oder Landwirtschaft wird nach den neuen wasserrechtlichen Bestimmungen in Zukunft deutlich mehr Augenmerk geschenkt. Erste gezielte Untersuchungen auf spezifische Umweltschadstoffe haben gezeigt, dass die Belastung der heimischen Gewässer mit umweltgefährdenden Chemikalien als gering einzustufen ist. Im Sinne des vorsorgenden Umwelt- und Gewässerschutzes muss diesem Thema jedoch weiterhin besondere Beachtung geschenkt werden.
Der aktuelle Gewässergütebericht mit der Gütekarte 2005 kann beim Umweltinstitut des Landes Vorarlberg kostenlos bezogen werden. Frau Marxer nimmt Ihre Bestellung gerne entgegen. Sie finden den Bericht und die Karte auch in der nachstehenden Infobox.
Kontakt:
Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit – Informatik / Berichtswesen (LageplanFahrplan)
Download:
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme