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Gewässergüte und Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer in Vorarlberg

Gewässergüte und Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer in Vorarlberg - Stand 1998

Seit 1967 wird die Gewässergüte der Fließgewässer von Vorarlberg in regelmäßigen Abständen untersucht und die Ergebnisse in Berichten dargestellt. Die Aufnahme des Gütebilds der Vorarlberger Fließgewässer – Stand 1998 - mit biologischen, chemischen und bakteriologischen Untersuchungen an rund 280 Gewässerabschnitten ist seit der ersten Güteinventur im Jahre 1967 die nunmehr sechste landesweite Gewässerzustandserhebung. Die Kontrolle der Auswirkungen der Abwassersanierungsmaßnahmen sowie die Erfassung noch bestehender  Defizite bei der Gewässergüte waren Ziel dieser Untersuchung.

Die Wasserqualität und die biologische Güte der Bäche und Flüsse konnte seit dem Belastungshöhepunkt in den 70er Jahren durch den konsequenten Ausbau der Abwasserreinigung kontinuierlich verbessert werden. Heute sind rund 90% der in der Gewässergütekarte dargestellten Gewässerläufe mit einer Gesamtlänge von 830 km nur noch als gering oder mäßig belastet einzustufen.

Im Leiblach-, Bregenzerach- und Ill-Einzugsgebiet besitzen die Fließgewässer mit wenigen Ausnahmen gute Wasserqualität, das Qualitätssoll von zumindest Güteklasse II ist hier fast flächendeckend erreicht. Auch die Güteverhältnisse der zum Donaueinzugsgebiet zählenden Gewässer Lech, Zürsbach und Breitach sind zufrieden stellend. Im Rheintal konnten durch umfangreiche Abwassersanierungsmaßnahmen in den vergangenen zwanzig Jahren zwar beträchtliche Güteverbesserungen bei den meisten Fließgewässern erzielt werden, dennoch sind bei  verschiedenen Talgewässern wie dem Lustenauer Kanal, dem Rheintal-Binnenkanal, dem Unterlauf der Dornbirnerach und bei etlichen Kleingewässern auch heute noch Gütedefizite zu verzeichnen. Zahlreiche Direkteinleitungen - von Drainagen und Straßenwässern über Einleitungen aus Einzelentsorgungen bis hin zu Regenentlastungen und Käranlageneinleitungen -  wirken qualitätsmindernd.

Ein wesentliches Augenmerk ist weiterhin auf die Erzielung eines möglichst vollständigen Anschlusses der kommunalen Abwässer und auf eine laufende Anpassung und Optimierung des Abwasserklärsystems Kanal-Regenentlastung-Kläranlage zu richten. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Reduzierung diffuser Stoffeinträge und strukturelle Gewässersanierungen zur Steigerung der ökologischen Qualität und des Selbstreinigungsvermögens der Gewässer hinkünftig verstärkt in wasserwirtschaftliche Planungen mit einzubeziehen.  

Für das Jahr 2004 ist der nächste Gütebericht geplant, der die Ergebnisse aus den chemisch-physikalischen und biologischen Untersuchungen  aus den Jahren 1998 bis 2003 beinhaltet.

Der Bericht „Fließgewässer in Vorarlberg – Gewässergüte und Wasserbeschaffenheit 1998“ (Schriftenreihe Lebensraum Vorarlberg, Band 44) kann kostenlos beim Umweltinstitut des Landes Vorarlberg angefordert werden.

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