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Die hohen Wassertemperaturen begünstigen die Zerkarienentwicklung an planzenbewachsenen Uferabschnitten der Badegewässer. Derzeit ist an unseren Badeseen und an den Naturufern des Bodensees mit einem zumindest lokalen Auftreten von Zerkarien zu rechnen.
Da die Hauptparasitenträger, die Schlammschnecken, in erster Linie pflanzenbewachsene Flachuferbereiche und Schilfbestände besiedeln, wird zur Vorbeugung einer Zerkarienreizung empfohlen, schlammige, schilfbewachsene Uferareale beim Baden nicht zu betreten. An Schotter- und Kiesstränden sowie im Freiwasser außerhalb des unmittelbaren Uferbereichs ist das Auftreten von Zerkarien auszuschließen.
Bei Zerkarien handelt es sich um mikroskopisch kleine Wurmlarven von Saugwürmern, die in bestimmten Wasserschnecken und Wasservögeln parasitieren. Die befallenen Wasserschnecken, in erster Linie Schlammschnecken der Gattungen Lymnea und Radix, scheiden bei hohen Wassertemperaturen Wurmlarven in das Freiwasser ab. Die ca. 0,5 mm großen, frei schwimmenden Parasiten befallen in weiterer Folge Enten und dringen über deren Haut in die Blutgefäße ein.
Zur Hauptschwärmzeit der Zerkarien können auch Badende, die sich in unmittelbarer Nähe von Schilfbeständen oder in pflanzenbewachsenen Flachwasserbereichen aufhalten, von diesen Parasiten befallen werden. Die Larven werden in der Haut rasch abgetötet, zurück bleibt jedoch ein juckender Hautausschlag mit roten Pusteln, vergleichbar mit einer allergischen Hautreaktion nach Mückenstichen. Diese Hautreizung ist im Regelfall harmlos, die Hautrötungen und der lästige Juckreiz nehmen binnen weniger Tage nach dem Befall wieder ab.
Bei stärkeren Reizungen empfiehlt sich die Kontaktierung eines Arztes.