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Die Belastung des Alten Rheins durch die Einleitung der gereinigten Abwässer aus der ARA Altenrhein war in den Jahren vor dem ARA-Ausbau (Herbst 2000) deutlich. Die Konzentrationen für Ammonium und für Phosphor sowie der Gehalt an leicht abbaubaren organischen Verbindungen erfuhren im Mündungsbereich im Vergleich zur Belastung oberhalb der ARA-Einleitung eine Verdoppelung bis Verdreifachung.
Mit der Inbetriebnahme der erweiterten ARA Altenrhein im Herbst 2000 konnte die Belastung des Alten Rheins mit Ammonium und Nitrit sowie mit organischer Restverschmutzung deutlich reduziert werden. Im Mündungsbereich war seit dem ARA-Ausbau für Ammonium und Nitrit sowie für sauerstoffzehrende organische Verbindungen keine Belastungszunahme mehr feststellbar.
Durch weitere Verbesserungen in der Filtrationsstufe können auch die Anforderungen an die Phosphorelimination erfüllt werden, ebenfalls kann der Rückhalt der ungelösten Stoffe seit Mitte 2005 als zufriedenstellend bezeichnet werden.
Durch Verdoppelung der hydraulischen Kapazität der ARA und durch die Nutzung des Abwasserstollens zwischen Rorschach und Altenrhein als Zwischenspeicher werden heute bei Regenwetter rund 85 % weniger Mischwasser in den Alten Rhein entlastet als früher. Weitere Maßnahmen im Kanalnetz sind geplant. Diese Maßnahmen tragen zusätzlich wesentlich zur Verbesserung der Wasserqualität im Alten Rhein und zur Verminderung der Belastung des Sees mit Nährstoffen bei.
Aus bakteriologischer Sicht war der Alte Rhein vor Abschluss des ARA-Ausbaus im untersten Flussabschnitt oft deutlich belastet. Eine gewisse Vorbelastung mit Keimen war jedoch auch bereits oberhalb der Einleitung der ARA feststellbar. Durch den Ausbau der ARA Altenrhein wurde auch die Keimbelastung im Unterlauf des Alten Rheins verbessert. In Verbindung mit den Maßnahmen des Projekts "Endgestaltung Alter Rhein" führte dies auch zu Verbesserungen in der Badewasserqualität am Vorarlberger Rheinspitz. So konnte hier im Juni/Juli 2006 fünfmal in Folge die Qualitätsklasse A erteilt werden.
Der Alte Rhein wird heute durch die ARA Altenrhein deutlich weniger belastet als vor deren Ausbau. Die Auswirkungen der ARA auf die chemische Wasserqualität im Mündungsbereich sind nur noch gering und führen in der Regel nicht mehr zu einer messbaren Belastungszunahme. Der Ausbau der obenliegenden ARA Rosenbergsau hat zudem eine deutliche Verringerung der Vorbelastung des Gewässers bewirkt.
Dem Alten Rhein kann heute bezüglich seiner chemischen Wasserqualität (Ammonium, Nitrit, Phosphor, DOC) ein gutes Zeugnis ausgestellt werden und als schwach belastet bezeichnet werden.
Die neue Filtrationsstufe auf der ARA Altenrhein ermöglicht auch bezüglich der Bakterienzahlen eine bessere Reinigungsleistung. Die verbleibende Belastung wirkt sich auf Grund der baulichen Maßnahmen des Projektes "Endgestaltung Alter Rhein" im Mündungsbereich nach den vorliegenden Befunden nicht mehr negativ auf die Badewasserqualität am Vorarlberger Rheinspitz aus.
Das gemeinsame Sondermessprogramm wird mit dem vorliegenden Bericht abgeschlossen.
Download:
Alter Rhein Schlussbericht 2006 (161 kB)
Beilagen Alter Rhein 2006 (1.3 MB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme