Nach Angaben des Landesstraßenbauamtes wurden im Winter 2002/03 auf den Vorarlberger Straßen 4.734 Tonnen Steinsalz (NaCl) und 15 t Calziumchlorid (CaCl2) ausgestreut. Dies hinterlässt zumindest im Frühjahr deutliche Spuren im straßennahen Bodenkörper.
Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass die Beeinträchtigung des Bodenchemismus durch Streusalz jedoch nicht von Dauer sind. Das Chlorid wird im Boden kaum zurückgehalten und beginnt unmittelbar nach der Anwendung zu versickern. Es verschwindet noch im Frühjahr fast vollständig aus dem Bodenprofil.
Auch das Natrium verbleibt nicht auf Dauer im Boden. Es wird zunächst gegen im Boden vorhandene Calzium- und Magnesium-Ionen ausgetauscht. Die Auswaschung erfolgt hier erst verzögert vom Spätfrühjahr bis zum September.
Während der Phase erhöhter Salzbelastung unmittelbar nach der Schneeschmelze können die Lebensbedingungen von bodenbewohnenden Kleintieren und Mikroorganismen, aber auch von Pflanzen so verändert werden, dass gewisse Schädigungen möglich sind.
Aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes, aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen wird empfohlen, die Salzstreuung durch Ausnutzung der vorhandenen Optimierungsmöglichkeiten auf das Notwendige zu beschränken.
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Kurzbericht_Streusalzbelastung (208 kB)
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