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Seit 19. September läuft die österreichweite Schwerpunktaktion betreffend Melamin in Milchpulver/Produkten mit Milchpulver aus China. Der Grund dafür sind in China lt. dortigem Gesundheitsministerium bei Kindern aufgetretene 6244 Fälle von Nierensteinen und 3 Todesfälle wegen Verzehr von mit Melamin kontaminierten Kindernährmitteln. Als Ursache wird eine Kontamination in der Primärproduktion vermutet.
Obgleich der Import von Milchpulver und Produkten mit Milchpulver aus China in die EU verboten ist, ist nicht völlig auszuschließen, dass kontaminierte Milch über inoffizielle Wege nach Europa gelangt ist. Deshalb hat das Bundesministerium für Gesundheit, Frauen und Jugend (BMGFJ) angeordnet - bei einschlägigen Betrieben (z.B. China Restaurants, Hersteller von Sportlernahrungen, ……) besonderes Augenmerk auf entsprechende Waren (insbesondere auch Vorprodukte) zu legen und von verdächtigen Lieferungen entsprechende Proben zu ziehen.
Nun wurde nach Bericht des BMGFJ in einem steirischen Chinalokal ein Milchshake gefunden, in dem Melamin nachweisbar war: „Der Lokalbesitzer habe gegenüber der Lebensmittelaufsicht angegeben, das Getränk zum Privatnutzen gekauft zu haben. Beim Verkäufer, einem Chinashop am Wiener Naschmarkt, wurden von der Lebensmittelbehörde keine weiteren zu beanstandende Produkte gefunden.“
Bis zum heutigen Tag sind im Rahmen dieser Aktion in Vorarlberg 26 Lebensmittelproben gezogen worden; darunter unter anderem Süßigkeiten, Backmischungen, Kekse und Milchpulver, überwiegend mit Bezug zu fernöstlicher Herkunft. Weiters wurden 5 Milchpulver enthaltende Futtermittel für Kälber beprobt.
Die Untersuchungen werden alle in der AGES Wien durchgeführt; noch liegen keine Ergebnisse für diese Proben vor.
Wegen des Milchskandals in China hat die Europäische Kommission zusätzlich ein Importverbot für die Einfuhr von Milchprodukten aus der Volksrepublik erlassen. Nun müssen auch verstärkt Produkte mit geringem Milchanteil wie Schokolade oder Backwaren untersucht werden. Erst wenn das Ergebnis der verpflichtenden Untersuchung negativ ist, darf die Ware nach Österreich eingeführt werden.
Weiterführende Links:
AGES, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend