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Umwelt - Natur- und Umweltschutz

Rechtliche Grundlagen des Naturschutzes in Vorarlberg

Die rechtlichen Grundlage des Naturschutzes in Vorarlberg ist das Gesetz über Naturschutz- und Landschaftsentwicklung sowie die Verordnung der Landesregierung zur Durchführung des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftsentwicklung . Das  Gesetz über Naturschutz- und Landschaftsentwicklung (GNL) stellt die Weichen von einem eher nachsorgenden behördlichen Naturschutz, der sich räumlich auf wenige Inseln konzentriert, zu einem vorsorgenden, in alle Planungsprozesse, Entscheidungen und Handlungen politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bereiche einfließenden Naturschutz. Es stehen nicht mehr Einzellösungen, der Rückzug auf einige besonders wertvolle Flächen sowie behördliche Verbote und Verordnungen im Vordergrund. Es wurde der Versuch unternommen, in die Fläche zu kommen. Naturverträgliches Wirtschaften auf der gesamten Fläche ist das Ziel.

 

Das GNL verfolgt einen integrativen Ansatz:

Ein Punkt mit hohem Wirkungsgrad ist die Bindung der Förderungsverwaltung. Die Ziele des Naturschutzes, die stark erweitert wurden, müssen bei allen Förderungen des Landes, bei der Besorgung aller Aufgaben, bei der Erstellung von Konzepten mitberücksichtigt werden. Damit kann an einem Punkt angesetzt werden, wo noch gelenkt werden kann. Bei fehlender Förderung naturschädigender Eingriffe lässt der Druck auf die Landschaft nach. Natürlich gilt auch hier, wo kein Kläger, da kein Richter. Aber es  wurde ein Korrektiv eingebaut, der Naturschutzrat.

 

Eine wichtige Aufgabe des Naturschutzrates ist es, die Politik des Landes auf ihre Naturverträglichkeit zu überprüfen. Der Naturschutzrat erstellt alle drei Jahre einen Bericht über Zustand und Entwicklung von Natur und Landschaft. Neben der Bewertung der Auswirkungen der Politik auf Natur und Landschaftsentwicklung wird auch der Zustand von Natur und Landschaft im Bericht dargestellt. Der erste Bericht „ Natur und Umwelt in Vorarlberg – Analysen, Ziele, Visionen“ ist im Dez. 2000 herausgekommen.

 

Im GNL werden die Gemeinden in den Naturschutz miteinbezogen. Verantwortung und Umsetzungsinstrumente wurden an die Gemeinden übertragen. So kann nun am Ort der größten Betroffenheit selbständig gehandelt werden. Die Gemeinden können auch selbstständig örtliche Schutzgebiete errichten. Ws gibt auch einen klaren gesetzlichen Auftrag für Öffentlichkeitsarbeit und Beratung. Das Gleiche gilt auch für die Entwicklungskonzepte. Da es nur eine Kann-Bestimmung ist, erfolgte durch die Verankerung im Gesetz eine Verstärkung. Strategische Planung und gemeinschaftliches Miteinander sind erwünscht. Das kann in Zukunft dem Naturschutz den Rücken stärken. Als Grundlage für die Entwicklungskonzepte dienen die Inventare von Natur- und Landschaftsräumen. Diese Inventare sollen auch ein Dienstleistungsangebot des Naturschutzes an alle Naturnutzer darstellen.

  

Auch bei den Schutzgebieten gibt es neue Kategorien. In Anlehnung an die Alpenkonvention wurden  auch in Vorarlberg Ruhezonen für relativ unerschlossene Landschaften, die auch so bleiben sollen, eingeführt. Neu für Österreich sind die Biosphärenparks. Durch diese Schutzkategorie können in Anlehnung an die UNESCO Biosphärenreservate großräumige Kulturlandschaften als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung speziell ausgewiesen werden. Das Große Walsertal ist nach dem GNL ein Biosphärenpark, der auch in die Liste der UNESCO-Biosphärenparke aufgenommen wurde. Weiters ist noch zu erwähnen, dass sich der ex lege Schutz von den Gletschern auf die Alpinregion ausgedehnt hat und nun neben den Auwäldern und Feuchtgebieten auch die Magerwiesen einbezogen sind.

 

Text: DI Max Albrecht

 

Die aktuellen Gesetze und Verordungen zum Naturschutz können im Vorarlberger Rechtsinformationssystem (VORIS) eingesehen bzw in den gängigsten Daten-Formaten heruntergeladen werden: zum VORIS

Infobox

Kontakt:

  1. Amt der Landesregierung – Umwelt- und Klimaschutz (Lageplan·Fahrplan)

    1. Dr. Reinhard Bösch, Telefon +43 5574 511 24510, E-Mail 

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