Bezirk: Bregenz
Gemeinde: Hörbranz
Seit: 2002
Fläche [ha]: 7,62
Richtlinie: FFH
Die Leiblach entspricht auf Hörbranzer Gemeindegebiet zwischen der Gemeindegrenze zu Hohenweiler und der Mündung in den Bodensee einem naturnahen Mittelgebirgsfluss. Die Flusssohle wird vorwiegend aus Flussschottern und Sanden gebildet, festes Molassegestein kommt erst gegen Bad Diezling stärker zum Vorschein. Als Fliessgewässerbiotop ist die Leiblach der Äschenregion zuzuordnen, vom Typ her entspricht sie am ehesten der Rotach. Die Ufer-vegetation beginnt mit Flutrasen, vereinzelt auch Pestwurzfluren. Augebüsche und Weichholzauen sind nur fragmentarisch und kleinflächig ausgebildet. Auf alten Flussterrassen im Nahbereich des Gerinnes stockt unmittelbar eine Eschen-Hartholzaue. Als naturnahes Fliessgewässerbiotop ist die Leiblach noch Lebensraum von Gebirgsstelze und Wasseramsel. Eine hervorragende Bedeutung besitzt die Leiblach als Lebensraum für gefährdete Fischarten, wie zum Beispiel Strömer, Schneider, Nase, Koppe, Bachforelle und Äsche.
Die Leiblach ist ein Grenzgewässer zwischen Deutschland und Österreich. So wurde auch der auf deutschem Staatsgebiet liegende Teil der Leiblach von den deutschen Behörden als NATURA 2000 Gebiet gemeldet. Bei allen wasserwirtschaftlichen Planungen ist darauf zu achten, dass die Durchgängigkeit des Flusses für Fische verbessert wird. So muss beispielsweise die Rampe beim Wehr Sannwald besser fischpassierbar gestaltet werden. Nach Möglichkeit sollten keine, höchstens jedoch naturnahe Ufersicherungsbauten errichtet werden. Bei der forstwirtschaftlichen Nutzung und Pflege der die Leiblach begleitenden Gehölzbestände ist auf Aufforstung mit Fichte und Pappel zu verzichten.
Schutzinhalte:
Weitere Informationen:
Gebietskarten im Maßstab 1:5000 liegen in der betroffenen Gemeinde und auf der zuständigen Bezirkshauptmannschaft auf!
Text: DI Max Albrecht
Text/Fotos: Broschüre Natura 2000 - Der Vorarlberger Weg (2009)
Bildnachweis Broschüre: M Albrecht, R Alge, G Amann, C Branz,P. Buchner/
WWF, B Burtscher, O Danesch, M Grabher, G Grabherr, M Granitza, I Loacker,
C Peter, G Pfundner, R Schennach,R Schertler, A Schneider,
W Zepf, J. Zmölnig/WWF
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Umweltschutz (LageplanFahrplan)