Bezirk: Dornbirn
Gemeinde: Lustenau
Seit: 2002
Fläche [ha]: 73,13
Richtlinie: FFH
Naturschutzgebiet
Das Gebiet besteht aus zwei durch den Rheintal Binnenkanal getrennten Teilen (Gsieg und Obere Mähder). Das NATURA 2000 Gebiet umfasst einen der größten und botanisch reichhaltigsten Streuwiesenkomplexe im gesamten Rheintal. Streuewiesen sind auf Grund der besonderen Standortsverhältnisse wenig ertragreiches, extensiv genutztes Grünland auf Moorböden, die in der Regel einen hohen Grundwasserstand aufweisen.
Das Naturschutzgebiet besitzt einen empfindlichen Wasserhaushalt, der durch Entwässerungsmaßnahmen leicht verändert werden kann. Es ist daher bei der Instandhaltung der Gräben besonders darauf zu achten, dass einerseits der Grundwasserspiegel nicht gesenkt wird und andererseits durch zu steile Gräben keine Barrieren für Wiesenvögel entstehen. Ganz wichtig für das Gebiet ist die Sicherung der jährlichen Streuemahd, was aber derzeit durch die Maßnahmen im ÖPUL und andererseits durch die Tatsache, dass die Schweizer Grundbesitzer sehr an der Streuewiesenpflege interessiert sind, gesichert ist. Die Reste der ehemaligen Seelache, die mit der Fertigstellung des Diepoldsauer Rheindurchstiches im Jahre 1923 endgültig ihre Funktion als Fliessgewässer verlor, sind heute noch westlich des Seelachendammes in Richtung Gutshof einzeln als schilfgefüllte Mulden zu erkennen. Mit der Anlage mehrerer unterschiedlich großer Weiher und Tümpel konnte das ausgetrocknete Gerinne als Wasserlebensraum erfolgreich wiederbelebt werden. Gestört wird der Riedlebensraum durch das Bepflanzen mit standortsfremden Fichten, wie dies im Gsieg und im Obere Mähder östlich der Bundesstraße zu beobachten ist. Es bedarf nicht nur der Rücksichtsnahme der Besitzer und Bewirtschafter, sondern auch der Besucher. Spezielle Verhaltensregeln bestehen auch für den Modellflugplatz um die empfindlichen Riedvögel so wenig wie möglich zu stören. So darf das Gebiet in den Monaten April, Mai und Juni nur so weit überflogen werden, als dies zum Starten und Landen auf der bestehenden Piste unbedingt erforderlich ist.
Schutzinhalt:
Weitere Informationen:
Gebietskarten im Maßstab 1:5000 liegen in der betroffenen Gemeinde und auf der zuständigen Bezirkshauptmannschaft auf!
Text: DI Max Albrecht
Text/Fotos: Broschüre Natura 2000 - Der Vorarlberger Weg (2009)
Bildnachweis Broschüre: M Albrecht, R Alge, G Amann, C Branz,P. Buchner/
WWF, B Burtscher, O Danesch, M Grabher, G Grabherr, M Granitza, I Loacker,
C Peter, G Pfundner, R Schennach,R Schertler, A Schneider,
W Zepf, J. Zmölnig/WWF
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Umweltschutz (LageplanFahrplan)