vorarlberg.at · Natur- und Umweltschutz · Daten & Fakten · Thema: Rechenschaftsbericht · Rechenschaftsbericht 2003
Im Jahre 2003 wurde das mehrjährige Untersuchungsprogramm über das Emissionsverhalten automatisch beschickter Holzheizungen bei instationären Betriebsbedingungen vorläufig abgeschlossen. Solche Bedingungen sind insbesondere in der Übergangszeit bei geringem Wärmebedarf häufig gegeben und umfassen Betriebszustände wie das An- und Abfahren, den Feuererhaltungsbetrieb und auch diverse Lastumschaltungen. Diese Betriebsphasen werden bei den nach den geltenden Messvorschriften durchgeführten routinemäßigen Überprüfungen nicht erfasst und auch nicht bewertet, obwohl die mit diesen Betriebszuständen in Zusammenhang stehenden überhöhten Emissionen mitunter ausschlaggebend für das Auftreten von Geruchs- und Rauchbelästigungen sein können. Die an neun größeren Holzheizungen diesbezüglich durchgeführten umfangreichen Langzeitmessungen zeigen sehr unterschiedliche Ergebnisse, wobei bei sieben Anlagen die Emissionen unverbrannter Anteile bei instationären Betriebsbedingungen deutlich größer waren als die Emissionen bei stationären Verhältnissen. Dennoch bestätigte auch diese Untersuchung die lufthygienisch vorrangige Bedeutung der richtigen Einstellung. Fehlerhafte Einstellung und mangelnde Wartung bewirken nämlich durchwegs stark erhöhte Emissionen auch bei stationären Bedingungen. Diese Emissionen sind noch wesentlich größer als die Emissionen bei instationären Bedingungen. Nähere Informationen zu diesem komplexen Thema sind in einem im Internet (vorarlberg.at - Umwelt & Zukunft/Natur- und Umweltschutz/Luftreinhaltung) veröffentlichten Bericht zusammengestellt.
Im Auftrag der zuständigen Behörden wurden die Mitarbeiter des Fachbereichs Luftreinhaltung in insgesamt 61 Fällen mit der Begutachtung von verschiedenen Luftreinhaltefragen (zB Genehmigung neuer Anlagen, Nachbarschaftsbeschwerden, Überprüfung von Auflagen) befasst. Im Zuge der nach bundesrechtlichen Bestimmungen erforderlichen Überprüfungen wurden auch an 26 Anlagen umfangreiche Emissionsmessungen durchgeführt.
Über die Überprüfung der Heizungsanlagen nach der Luftreinhalteverordnung ist zu berichten:
Brennstoffe/Anlagen
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Entsprechend den bisherigen Messerfahrungen zeigen die mit Erdgas betriebenen und mit Gebläsebrennern ausgestatteten Anlagen mit Abstand die besten Ergebnisse. Am anderen Ende der Skala liegen die mit Heizöl leicht betriebenen Anlagen, die vielfach relativ hohe Abgasverluste aufweisen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich insgesamt nur geringfügige Änderungen, wobei den Verbesserungen bei den Ölheizungen etwas höhere Beanstandungsquoten bei den Gasheizungen gegenüberstehen. Bei einem Vergleich zum Messjahr 2000/2001, in dem in etwa der gleiche Anlagenbestand wie im Berichtsjahr erfasst wurde, ergeben sich ebenfalls keine nennenswerten Änderungen. Offensichtlich wird nunmehr auch bei den Öl- und Gasheizungen ein Stand erreicht, bei dem die durch die Kontrollen erreichbaren Verbesserungen (Wartung, Neueinstellung ...) durch die im laufenden Betrieb nicht vollständig vermeidbaren Verschlechterungen (Abnutzung, Verschmutzung ...) praktisch kompensiert werden. Hinzu kommen auch die im Gesetzesvollzug - insbesondere bei notwendigen Anlagenerneuerungen - gegebenen bekannten Probleme.
Im Jahr 2003 waren wieder umfangreiche Arbeiten in Zusammenhang mit der Umsetzung mehrerer EU-Richtlinien erforderlich. Im Einzelnen sind dabei insbesondere die Auswertungen der nach den Bestimmungen der VOC-Anlagenverordnung notwendigen Lösemittelbilanzen und die Vorarbeiten für die Durchführung von Umweltinspektionen zu nennen.
Bei den Bezirkshauptmannschaften wurden insgesamt 27 Strafverfahren nach dem Luftreinhaltegesetz durchgeführt, davon drei bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, 11 bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz, drei bei der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn und 10 bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch.