vorarlberg.at · Natur- und Umweltschutz · Daten & Fakten · Thema: Rechenschaftsbericht · Rechenschaftsbericht 2002
Im Jahre 2002 wurde das 2-jährige, in Zusammenarbeit mit den Kaminkehrern durchgeführte Untersuchungsprogramm über den Einfluss der Reinigungsfristen auf das Emissionsverhalten und den Wirkungsgrad von modernen Gasheizungen abgeschlossen. Trotz teilweise optisch beeindruckender Ablagerungen von Korrosionsprodukten bei einigen Geräten konnten keine signifikante negative Auswirkungen festgestellt werden, die eindeutig mit der Ausdehnung der Reinigungsintervalle von einem auf zwei Jahre in Zusammenhang stehen. Detaillierte Informationen zu diesem Thema sind in einem im Internet (vorarlberg.at\ Umwelt & Zukunft\ Natur- und Umweltschutz\ Luftreinhaltung) veröffentlichten Bericht zusammengestellt.
Im Auftrag der zuständigen Behörden wurden die Mitarbeiter des Fachbereichs Luftreinhaltung in insgesamt 72 Fällen mit der Begutachtung von verschiedenen Luftreinhaltefragen (zB Genehmigung neuer Anlagen, Nachbarschaftsbeschwerden, Überprüfung von Auflagen) befasst. Ein besonderer Schwerpunkt war dabei die Genehmigung zahlreicher mit erneuerbaren Energieträgern (Biogas und Pflanzenöl) betriebener Blockheizkraftwerke. Im Zuge der nach bundesrechtlichen Bestimmungen erforderlichen Überprüfungen wurden auch an 15 Anlagen umfangreiche Emissionsmessungen durchgeführt.
Über die Überprüfung der Heizungsanlagen nach der Luftreinhalteverordnung ist zu berichten:
Brennstoffe/Anlagen
Die Tabelle finden sie in der Fotoleiste links. Ein Klick auf das Bild vergrößert die Darstellung.
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Entsprechend den bisherigen Messerfahrungen zeigen die mit Erdgas betriebenen und mit Gebläsebrennern ausgestatteten Anlagen mit Abstand die besten Ergebnisse. Am anderen Ende der Skala liegen die mit Heizöl leicht betriebenen Anlagen, die vielfach relativ hohe Abgasverluste aufweisen.
Im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich insgesamt nur geringfügige Änderungen, wobei die etwas höheren Beanstandungsquoten bei Heizöl leicht (insbesondere CO) und die Verbesserungen bei Erdgas atmosphärisch zu erwähnen sind. Ein Vergleich zum Messjahr 1999/2000, in dem in etwa der gleiche Anlagenbestand wie im Berichtsjahr erfasst wurde, ist nicht einfach möglich, da zwischenzeitlich die Überprüfungshäufigkeiten (Wegfall der Nachprüfungen und der „Stufenmessungen“ bei Gasheizungen unter 50 kW) und teilweise auch die Beurteilungskriterien (Abgasverluste) geändert wurden. Bei einer weitgehenden Ausblendung der kurz aufgezeigten Störeinflüsse ergeben sich bei einem Vergleich der neuesten Messdaten mit den Ergebnissen 1999/2000 durchwegs merkliche Verbesserungen. Ausgenommen sind die CO-Überschreitungen bei Heizöl leicht. Eine plausible Erklärung für diesen gegenläufigen Trend ist nicht möglich; es kann lediglich vermutet werden, dass dieser Effekt auch mit dem deutlichen Rückgang der Anlagenanzahl (ca minus 25% im 2-Jahresabstand) in Zusammenhang steht.
Im Jahr 2002 waren umfangreiche Arbeiten in Zusammenhang mit der Umsetzung mehrerer EU-Richtlinien erforderlich. Im Einzelnen sind dabei folgende Abkürzungen stichwortartig zu erwähnen: IPPC, EPER, VAV, NEC, AVV. Neben einigen Stellungnahmen zu den nationalen Umsetzungsentwürfen war eine Teilnahme an mehreren Besprechungen sowie eine Mitwirkung bei der Erfüllung der aus diesen Vorschriften resultierenden Berichtspflichten notwendig.
Bei den Bezirkshauptmannschaften wurden insgesamt 18 Strafverfahren nach dem Luftreinhaltegesetz durchgeführt, davon 6 bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, 2 bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz, 5 bei der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn und 5 bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch.