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Umwelt - Natur- und Umweltschutz

Naturschutz und Landschaftsentwicklung

Im Aufgabenbereich Naturschutz und Landschaftsentwicklung ergaben sich neben den laufenden Arbeiten (insbesondere der Abwicklung von Berufungsverfahren nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung - im Folgenden mit „GNL“ abgekürzt -, der Gewährung von Förderungen aus dem Naturschutzfonds und der Sachverständigentätigkeit) folgende Arbeitsschwerpunkte: 
 

  • Das GNL legt besonderes Gewicht auf den Naturschutz durch die Gemeinde. Auf der Grundlage des 1999 ausgearbeiteten Konzepts für den Naturschutz durch die Gemeinden wurde in zehn Gemeinden das Pilotprojekt „Naturschutzberatung für die Gemeinden“ durchgeführt. Ein externes Beraterteam führte eine allgemeine Beratung zum Einstieg in diese neue Aufgabe durch und unterstützte die Gemeinden bei einem konkreten Naturschutzprojekt. 

 

  • Dieses Pilotprojekt wurde im Mai 2001 mit einem gut besuchten Festakt im Montfortsaal feierlich zu Ende gebracht. Es wurde eine Broschüre erstellt, in der die Projekte der teilnehmenden Gemeinden dargestellt wurden. Weiters wurde eine Strategiearbeitsgruppe zur Evaluierung und Weiterentwicklung Naturschutz in der Gemeinde einberufen, die zwei mal tagte. Interessierte Gemeinden wurden weiter beraten. Für die Naturschutzberatung gibt es weitere Interessenten. Die neuen Beratungen werden 2002 beginnen.

 

  • Das GNL misst der Bereitstellung von Informationen über Natur und Landschaft große Bedeutung zu. Im Jahr 1999 wurde ein Konzept für die Weiterentwicklung ausgearbeitet, das die Erhebung zusätzlicher Daten (Biodiversitätsmonitoring, Landschafts-inventar), die Aktualisierung der Datensammlungen, die benutzerfreundliche Bereitstellung unter Ausnutzung des Internet und eine zweckmäßige Aufgabenverteilung zwischen der Umweltschutzabteilung und der Vorarlberger Naturschau vorsah. Im Berichtsjahr wurden die ersten Umsetzungsschritte gesetzt. Das Pilotprojekt „Landschaftsinventar Großes Walsertal“, gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms für den Alpenraum nach Artikel 10 EFRE, wurde fertiggestellt; das den Weg für ein landesweites Landschaftsinventar weisen soll. In Zusammenarbeit mit der Naturschau wurde ein Pilotprojekt für die Aktualisierung des Biotopinventars erstellt. Die Überlegungen bezüglich eines Biodiversitätsmonitorings wurden gemeinsam mit der Naturschau weiter geführt. 

 

  • Die Arbeiten an der Realisierung der Natura 2000-Schutzgebiete wurden fortgesetzt: Mit Grundeigentümern und Bewirtschaftern wurden Gespräche geführt. 

 

  • Im NATURA 2000-Gebiet Klostertal sind nach Abschluss und Präsentation des Berichtes „Nutzungen, Konfliktpotentiale und Lösungsmöglichkeiten“ weitere Umsetzungen für ein Management des Gebietes in Abstimmung mit der bestehenden Arbeitsgruppe im Gange. Die Entwicklung eines Waldfachplanes wurde in Auftrag gegeben.

 

  • Im NATURA 2000-Gebiet Gadental wurde eine Kontaktgruppe mit unmittelbar Betroffenen installiert und ein Auftrag zu forstlichen Wiederholungsuntersuchungen, vegetationskundlichen Erstaufnahmen sowie zur Erstellung eines Managementplanes vergeben.

 

  • Im NATURA 2000-Gebiet Bregenzerachschlucht wurde eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines Managementplanes installiert.

 

  • Der Biosphärenpark Großes Walsertal wurde durch Verordnung der Landesregierung eingerichtet und auch von der UNESCO anerkannt. Unter Mitwirkung der Umweltschutzabteilung wurde ein Antrag für ein LIFE-Projekt bei der EU-Kommission eingereicht, das auf die Umsetzung des Leitbildes ausgerichtet ist.

 

  • Das Projekt „Evaluierung des Streuewiesenbiotopverbunds Rheintal – Walgau“ wurde abgeschlossen. Auf der Grundlage der dabei gewonnenen Ergebnisse wurde die Verordnung über den Streuewiesenbiotopverbund Rheintal und Walgau, insbesondere das Grundstücksverzeichnis und die zeichnerische Darstellung überarbeitet und bis zum 31.10.2005 verlängert.

 

  • Im Naturschutzgebiet Amatlina-Vita in Zwischenwasser wurden auf Grundlage des erstellten Entwicklungskonzeptes durch die Gemeinde Entbuschungen durchgeführt.

 

  • Im Naturschutzgebiet Gadental, das auch als Natura-2000-Gebiet nominiert ist, soll die vor zehn Jahren erstmals durchgeführte forstökologische Bestandsaufnahme wiederholt werden. Die Auftragsvergabe wurde vorbereitet.

 

  • „Sanierung Mehrerauer Seeufer - LIFE-Natur Projekt“; Projektszeitraum: 10/2001 bis 07/2005, Gesamtkosten: € 2,04 Mio ; Finanzierung LIFE 50 %, Stadt – Land/Naturschutz – Land/Wasserbau je 15,96 % (325.465 €) BM-Umwelt 2,14%
    LIFE ist ein Finanzierungsinstrument der EU zur Förderung der Zielsetzungen der Umweltpolitik. Voraussetzung für die Gewährung von Förderungen ist, dass das betroffene Gebiet als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen ist. Durch die Maßnahmen müssen die in der FFH und Vogelschutzrichtlinien definierten Arten und Lebensräume geschützt werden. Das Projekt zielt auf die Verbesserung des Lebensraumes für das Bodensee-Vergissmeinnicht Myosotis rehsteineri ab, das durch die FFH-Richtlinie geschützt ist.
    Das österreichische Bodenseeufer ist in seiner Struktur im internationalen Vergleich sehr positiv zu bewerten. Auf weite Strecken ist es naturnah erhalten. Fast der gesamte Bereich ist öffentlich zugänglich. Mehr als die Hälfte des Ufers steht unter Naturschutz. Trotzdem gab es auch hier massive Eingriffe. In den letzten Jahrzehnten wurden vor allem massive Anstrengungen unternommen, um eine gute Wasserqualität des Bodensees zu erreichen. Dies ist eindrucksvoll gelungen. Nun wird auch in der internationalen Zusammenarbeit ein Schwerpunkt auf die Erhaltung und Verbesserung der Uferbereiche des Sees gelegt. Das Projekt ist ein sehr positives Beispiel am österreichischen Bodenseeufer.
    Das Projekt wird vom Land Vorarlberg in massiver Weise unterstützt. Neben Mitteln aus demNaturschutzfonds wurde eine ebenso hohe Förderung aus dem Wasserbaubudget zugesagt. Insgesamt wird daraus ein Betrag von 325.465 € (ATS 4,48 Mio, 16 % der Gesamtkosten von € 2.04 Mio) ausbezahlt.
    Kooperation Wasserwirtschaft – Naturschutz:
    Das Projekt ist ein weiterer Beweis für die fruchtbringende Kooperation von Wasserwirtschaft und Naturschutz. Die Zielsetzungen des modernen Schutzwasserbaus umfassen auch die Sicherung der ökologischen Funktion der Gewässer. Für die Renaturierung von verbauten Gewässern gibt es einige positive Beispiele der letzten Jahre. Derzeit werden Gewässerbetreuungskonzepte erarbeitet. Darin sollen langfristige generelle Planungen für die Gewässerbetreuung erarbeitet werden. Sie vereinen Schutzwasserbau mit Gewässerökologie.

 

  • Natura 2000 Fohramoos
    Es fanden Informationsveranstaltungen für Behördenvertreter und auch eine erste Grundbesitzerinformation statt. Die Stadt Dornbirn vergab ein Vorprojekt, das erste Kontakte und Verhandlungen in die Wege leiten, die Konfliktpartner identifizieren und einen Finanzierungsplan erstellen sollte. 50 % des Vorprojektes wird vom Naturschutzfond gefördert. Es wird der Auftrag zur Erstellung eines Managementplanes mit Definition der Erhaltungsziele und Maßnahmenvorschlägen zur Erreichung dieser Ziele vergeben. Der Zwischenbericht liegt vor. Eine Information für die politischen Vertreter von Dornbirn und Schwarzenberg ist in Vorbereitung.

 

  • Über das Natura 2000 Bangs - Matschels gab es eine Information für die politischen und fachlichen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Feldkirch sowie der Bezirkhauptmannschaft und der berührten Abteilungen des Amtes der Vorarlberger Landesregierung. Weiters gab es ein Gespräch mit Bürgermeister Mag.Wilfried Berchtold und einem Vertreter der Feldkircher Landwirte. Die naturkundlichen Gutachten zur genauen Ausarbeitung der Erhaltungsziele für die nach der Vogelschutz-Richtlinien genannten Vogelarten und der nach der Fauna-Flora-Habitat Richtlinien genannten Lebensräume und Arten wurde vergeben. Die Vergabe einer Kommunikationsstrategie und die Umsetzung derselben zur Erreichung eines tragfähigen Managementplanes war in Vorbereitung. 
  • Natura 2000 Witmoos
    Es gab Gespräche mit den Grundbesitzern, den Bewirtschaftern, dem Bürgermeister und Behördenvertretern.

 

  • Die Erstellung und Abwicklung der so genannten Naturschutzmaßnahmen im Österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den Lebensraum schützenden Landwirtschaft, kurz ÖPUL, obliegt für das Land Vorarlberg der Abteilung IVe Umweltschutz. Im derzeit laufenden ÖPUL 2000 (Projektdauer 2001 – 2005) werden in Vorarlberg sechs Naturschutzprogramme angeboten: das Streuwiesenprogramm, das Magerwiesenprogramm, das Glatthaferwiesenprogramm, ein Magerweidenprogramm, das Wiesenbrüterprogramm, das Kleinstrukturprogramm sowie ein Uferschutz- und Biotiopverbundprogramm. Der Aufgabenbereich der Abteilung erstreckte sich von der Koordination mit den ÖPUL-Partnern (Landwirtschaftskammer, Agrarmarkt Austria) über das Datenmanagement bis hin zur Ausstellung von Projektbestätigungen für die teilnehmenden Landwirte. Die Begutachtung von neu beantragten Flächen wurde an das Umweltbüro Markus Grabher vergeben. Weitere Schwerpunkte im Jahr 2001 waren die Erstellung einer Informationsbroschüre (Titel: Landwirtschaft und Naturschutz – Naturschutzmaßnahmen im ÖPUL 2000), ein Konzept zur Umsetzung des „Gesamtbetrieblichen Naturschutzplanes“ im Großen Walsertal und die Aufbereitung der Informationen über die Vorarlberger Naturschutzmaßnahmen für das Internet sowie die Publikation auf der Homepage des Amtes der Vorarlberger Landesregierung (www.vorarlberg.at).

 

  • Naturschutz im Wald: In der Arbeitsgruppe der Bundesländer, die sich mit Fragen des Naturschutzes im Wald auseinandersetzt, wurde mitgearbeitet.

 

  • Die Erhebungen zur Erlassung einer Verordnung gemäß § 32 GNL zur naturverträglichen Gestaltung des Canyoning wurden weitergeführt. 

 

  • In den Flachmoorgebieten des nördlichen Rheintals wurde das Projekt „Brachvogelmonitoring“ abgeschlossen, mit dem die Überlebensbedingungen des Charaktervogels der Rheintalriede verbessert werden sollen. Parallel zur Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen wurde im Sommer 2001 begonnen, den Erfolg in der Bestandsentwicklung des Brachvogels, aber zugleich auch der anderen Wiesenbrüter, wie Schaftstelze, Wachtelkönig, Braunkehlchen, Uferschnepfe und Bekassine zu kontrollieren.

 

  • Nachdem 1999 ein Modus zur Ermittlung der Vorschreibung von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen und Ausgleichszahlungen gemäß § 37 Abs. 3 GNL ausgearbeitet worden war, wurden im Jahr 2000 auf dieser Grundlage von den Sachverständigen der Abteilung Umweltschutz Gutachten erstellt, wobei sich der Ermittlungsmodus bewährte.

 

Über die behördliche Vollziehung des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftsentwicklung gibt die folgende Tabelle Aufschluss:
Die Tabelle finden sie in der Fotoleiste links. Ein Klick auf das Bild vergrößert die Darstellung.
Das Land Vorarlberg bietet ein barrierefreies Internetsurfen an. Daher werden Tabellen nicht mehr im Text verwendet.

    

     

Die Sachverständigentätigkeit erforderte im Berichtsjahr wiederum einen hohen Personaleinsatz. Die Na-turschutzbeauftragten der Bezirkshauptmannschaften, zum Teil auch die naturkundlichen Sachbearbeiter der Umweltschutzabteilung im Amt der Landesregierung haben in über 1.100 Verfahren nach  dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung als Sach-verständige mitgewirkt, Gutachten im Rahmen der Förderungstätigkeit des Naturschutzfonds, zu Planungen und Maßnahmen von Landes- und Bundesdienststellen und in anderen den Natur- und Landschaftsschutz berührenden Angelegenheiten (z.B. Verrohrungen, Güter- und Forstwegpro-jekte) erstattet, sowie als Experten und Zeugen bei Berufungsverfahren beim Unabhängigen Verwaltungssenat und beim Amt der Landesregierung mitgewirkt und Gutachten über Ausgleichszahlungen nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung erstellt.

 

Die Vorarlberger Naturwacht hat mit 244 aktiven Mitgliedern während des Berichtsjahres 10.950  un-entgeltliche Einsatzstunden im Dienste des Natur- und Landschaftsschutzes geleistet. Der Schwerpunkt dieser Tätigkeit hat sich in den letzten Jahren zunehmend vom Artenschutz zum Schutz von Lebensräumen hin verla-gert. Der flächendeckenden Beobachtung kommt die Gebietszuteilung entgegen. In den seit Jahren regelmäßig abgehaltenen Kursen wurden die Naturwächter den ständig zunehmenden Anforderungen entsprechend weiter-gebildet. Auch 2001 wurde das veranschlagte Budget von € 29.069,-- von der Naturwacht selbst verwaltet mit der Möglichkeit, Rücklagen zu bilden. 

Der Naturschutzanwalt, der aus dem Naturschutzfonds finanziert wird, hat im Berichtsjahr bei 931 Verfahren mitgewirkt, 651 positive und 83 negative Stellungnahmen abgegeben.

 
Der im Jahre 1997 installierte Naturschutzrat wurde nach Ablauf seiner vierjährigen Amtsperiode neu bestellt und ist einige Male mit Stellungnahmen zu grundsätzlichen Problemen des Naturschutzes an die Öffentlichkeit getreten.
Vorarlberg stellt den Vertreter der Bundesländer für das Washingtoner Artenschutzabkommen. Er hat ua. an den Sitzungen des wissenschaftlichen Beirates der EU-Kommission und an den Sitzungen der Ratsgruppe „Umwelt“ in Brüssel teilgenommen.

  
Bescheinigungen nach dem WAA-Übereinkommen werden vom Bundesministerium für Land-, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ausgestellt, die Landesregierung als „wissenschaftliche Behörde“ hat Gutachten hiezu abzugeben.
 
Der Wildpark Feldkirch wurde im Berichtsjahr mit einem Betrag von € 43.600,--gefördert.
Gemäß § 16 Abs 2 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftsentwicklung ist das Aussetzen und Aussäen gentechnisch veränderter Organismen in der Natur nur erlaubt, wenn dies im Rahmen der Land- oder Forstwirtschaft unter Einhaltung der Bestimmungen des Gentechnikgesetzes geschieht. Diese Maßnahmen bedürfen einer Bewilligung, wenn eine Beeinträchtigung heimischer wild lebender Tier- und Pflanzenarten, des Wirkungsgefüges der Natur oder eine wesentliche Veränderung der Landschaft nicht ausgeschlossen werden kann. Anträge auf Bewilligung zum Aussetzen oder Aussäen gentechnisch veränderter Organismen wurden nicht gestellt. Gentechnisch verändertes Maissaatgut, das bei zwei Bauern auf 2,62 ha angepflanzt wurde, wurde vernichtet und die betroffenen beiden Landwirte aus dem Naturschutzfonds entschädigt. Das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen hat die Beträge refundiert.

 
 

Infobox

Kontakt:

  1. Gesellschaft, Soziales und Integration – Jugend und Familie (Lageplan·Fahrplan)

    1. Sonja Pratzer, Telefon +43 5574 511 24144, E-Mail 

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