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Umwelt - Natur- und Umweltschutz

Bodenschutz

Der Boden ist ein zentrales Element natürlicher Systeme. Im Laufe der Bodengenese wird Gestein unter bestimmten Klimabedingungen und dem Wirken von Vegetation, Fauna und Mikrorganismen gebildet und durch Folgeprozesse (Zersetzung, Humifizierung, Gefügebildung, Verlagerung) andauernd umgewandelt. In ihm werden Wasser und Nähr- und Spurenstoffe gespeichert, die für das Aufkommen eines Pflanzenbewuchses und in weiterer Folge für die Entstehung komplexer Ökosysteme notwendig sind. Der Boden ist Lebensraum für den Mensch, für Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Leidet der Boden, so leidet die Natur und kann er seine vielfältigen Funktionen (Lebensraum, Nahrungs- und Futtermittelproduktion, Filter und Pufferfunktion) nicht erfüllen. Der Schutz des Bodens vor schädlichen Einwirkungen ist daher eine zentrale Aufgabe des Natur- und Umweltschutzes. 

    

Im Mai 1992 hat die Vorarlberger Landesregierung das Bodenschutzkonzept Vorarlberg beschlossen, das die Flächennutzung und die Bodenbeschaffenheit als zentrale Anliegen formuliert:

  • Jeder unnötige Bodenverbrauch ist zu unterlassen. Die weitere Siedlungsentwicklung hat flächensparend zu geschehen. Bei Verkehrs- und Infrastrukturanlagen sind Möglichkeiten für Flächeneinsparungen zu nutzen.
  • Bei jeder Nutzung von Grund und Boden ist auf die dauerhafte Erhaltung eines funktionsfähigen Naturhaushaltes sowie auf die Erhaltung und Pflege natürlicher und kultureller Eigenart zu achten.
  • Für die Zukunft ist möglichst viel räumlicher Entwicklungs- und Gestaltungsraum offen zu lassen. 
  • Landwirtschaftliches Kulturland ist im größtmöglichen Umfang von Verbauungen und anderen unverträglichen Flächennutzungen freizuhalten.
  • Standortgerechte Waldbewirtschaftung mit natürlicher Verjüngung hat Vorrang vor weiterer Ausdehnung der Waldflächen. Vor allem ist die Schutzfunktion der Gebirgswälder zu sichern.
  • Die standortgemäße Verschiedenartigkeit der Böden soll weitgehend bewahrt bleiben. 
  • In der Bodennutzung ist schädlichen Veränderungen der Bodenstruktur – zB durch Verdichtung und Erdbewegungen vorzubeugen.
  • Die bodenbelastenden Luftschadstoffe sind soweit als möglich zu verringern.
  • Der Einsatz von Dünger und Bioziden ist weitest möglich zu beschränken.
  • Abfälle sind so zu entsorgen, dass Bodenschädigungen möglichst vermieden werden.

   
Der Bodenschutz ist eine interdisziplinäre Materie, die in den Kompetenzbereich der Länder fällt. Bis dato wurde in Vorarlberg kein eigenes Bodenschutzgesetz erlassen, sondern erfolgt der Schutz des Bodens indirekt über Regelungen in verschiedenen Verwaltungsmaterien wie z.B.

  • Naturschutz und Landschaftsentwicklung,
  • Klärschlamm- und Müllkompostverordnungen der Länder,
  • Kompostverordnung, 
  • Düngemittelverordnung, 
  • Pflanzenschutzmittelverordnung, 
  • Regelungen zur Luftreinhaltung und zum Wasserschutz.

   

Weitere Informationen:

Infobox

Kontakt:

  1. Amt der Landesregierung – Umwelt- und Klimaschutz (Lageplan·Fahrplan)

    1. Dr. Reinhard Bösch, Telefon +43 5574 511 24510, E-Mail 

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