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Die Lebenswelt und die Sprache der Jugendlichen werden in drei Fotoserien, die sich dem Thema Leibesübungen widmen, aufgegriffen. In sympathischer Art und Weise wird die Frage nach den in beiden Bereichen – Kunst und Sport – unterschiedlichen Regelfeldern gestellt und in den vorliegenden Fotoarbeiten zusammengeführt. Ein Büchlein „Anleitungen für einen Vorturner“ aus dem Jahre 1890 ist Ausgangssituation für die Künstlerin. Einzelne Übungen lässt sie von ausgewählten Menschen nachturnen. Dabei entstehen – aufgrund unterschiedlicher Textinterpretationen – so viele verschiedene Übungen wie Teilnehmer es sind.
Eine Übung, ebenfalls den „Anleitungen für einen Vorturner“ entnommen, präzisiert das Konzept. Dieser Schriftzug befindet sich im Außenbereich des Gebäudes, als Verweis auf die im Innenraum hängende Fotoserie, die unter dem - auch als politisches Statement zu begreifenden - Motto steht: „Gehen mit Drehen (Walzen) ohne bestimmte Regel“.