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Der Südtiroler Manfred Alois Mayr wählt den Weg in den Verabschiedungsraum als Ort seiner künstlerischen Intervention. Ein Handlauf soll im Angesicht der Trauer eine Stütze bieten, die nicht ablenkt, sondern hinführt, unaufdringlich, elementar und doch wieder zeremoniell in der Ernsthaftigkeit und nüchternen Präzision des handwerklichen Zitats. Der Handlauf ist zugleich skulpturaler Gebrauchsgegenstand und Symbol des Übergangs im Fluss der Zeit. Der Handlauf ist in massivem Holz ausgeführt. Die künstlerische Intervention versteht sich an diesem speziellen Ort weniger als „Eingriff“, sondern „operiert“ vielmehr mit dem Moment der Berührung. Es geht dabei weniger um Sichtbarkeit als um die körperliche Empfindung: sich festhalten, stützen, vortasten.
Manfred Alois Mayr, Pathologie Feldkirch, Handlauf, 2010, Geladener Wettbewerb, Architekten Marte.Marte