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Gerüstfläche – Karl-Heinz Ströhle
Die Intention des Projekts von Karl-Heinz Ströhle ist, das Landesmuseum während seiner mehrjährigen Aus- und Neubauphase nicht aus den Augen und damit auch aus dem Sinn des Publikums geraten zu lassen. Seine strenge, einfache, aber wirkungsvolle Gestaltung des Baunetzes hebt sich klar von üblichen bildhaften oder textlichen, meist werblichen Lösungen ab. Das abstrakte Streifenmuster verweist auf Kunst und erzeugt durch einen optischen Effekt räumliche Schwingungen, die Assoziationen mit einem Vorhang hervorrufen. Die unübersehbare formale Exklusivität von Ströhles Entwurf entspricht einerseits der Exklusivität der Institution, anderseits kündigen die bedruckten Bauplanen — gleich einem Theatervorhang — die bevorstehende Neueröffnung an.
Mitbestimmend für die Entscheidung der Jury war, dass sich die beiden Projekte - Ströhle's Baunetz und Maria Anwander's künstlerisch gestalteter Bauzaun - auf überzeugende Weise in ihrer konzeptuellen Stringenz und formalen Klarheit ergänzen.