Kultur
Hubert Matt

Über mehrere Jahre war die Landesberufsschule Bregenz das Labor, Atelier und Objekt der künstlerischen Arbeit Hubert Matts. Am 18. Dezember 2004 um 11:00 Uhr erhielt der „Kunstwart“ Hubert Matt von den Direktoren beider Berufsschulen offiziell den Schlüssel der Schule überreicht. Eine Fahne, die an diesem Tag gehisst wurde, sollte im Hof über die Arbeit des Künstlers informieren, ebenso die in der schuleigenen Druckerei hergestellte Postkarte. Ein Taschenbuch wird den künstlerischen Prozess festhalten (Erscheinungsjahr 2008/2009).
Feld der Interventionen waren alle Räume, Gänge, der Hof sowie der Zugangsbereich der Schule. Stets handelte es sich um kurze, fast unauffällige Ereignisse, Irritationen leichter Art, die Prozesse und Räume interpretierten.
Als Operator in dieser Anlage beobachtete und handelte der Künstler sowohl nach strategischen und systematischen Gesichtspunkten als auch nach dem Zufallsprinzip. Indem Schüler/innen und Lehrer/innen rezipierten, entfernten oder intervenierten, beeinflussten sie das Handeln des Künstlers und wurden zunehmend zu Operatoren wie er selbst, agierten als Sensoren.
Ein Originalskizzenbuch von ca. 36 bis 40 Zeichnungen, ca. A3, gerahmt, erinnert in der Schule an die Interventionen der vier Jahre.