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Die 11,5 m lange Granitskulptur erstreckt sich vom Zentrum der Aula aus auf die Außenfassade des Baus zu, durchdringt die Haut des Hauses und setzt sich im Freien fort. Als symmetrische Mittelachse der skulpturalen Anlage agiert der Steigenaufgang: An dieser Stelle wird die Granitformation unterbrochen, ist hier nur imaginär präsent. Einerseits soll dem stringenten Konzept der Architektur eine Bruchlinie entgegengesetzt werden, andererseits sucht die Skulptur die Korrespondenz und das Zitat zur Geometrie und zur Materialität der Lehranstalt. Die Materialität, schwarzer Granit, ist in enger verwandtschaftlicher Beziehung zu den Baumaterialien zu sehen. Die Skulptur besteht aus vertikal und quer gesetzten Balken, die durch Ein- und Aussparungen, wie man sie von Blockhäusern her kennt, miteinander verbunden werden. In der Art der Reihung und Verzahnung ergibt sich das Bild eines monumentalen quadratischen Granitrasters mit einer Seitenlänge von einem Meter. Der sich im Freien befindliche Teil der Skulptur ist grau, da die Oberfläche nur grob bearbeitet wurde. Im Innenraum hingegen erscheint die Anlage schwarz, da hier die Oberflächen poliert wurden. Trotz des konstruktiv-architektonischen Ansatzes der Granitskulptur drängen sich inhaltliche Analogien auf: Die Schülerinnen und Schüler betreten als eine Art rohe Diamanten die Schule, um hier den bildungsmäßigen Schliff zu erhalten…