vorarlberg.at · Kultur · Förderungen · Baukulturelles Erbe · Blickpunkt Denkmal 2009
Zur Erhaltung und Restaurierung dieses typischen Vorderwälder Einhofs aus 1830 gab es jahrelange Bemühungen von Seiten der Besitzerfamilie, dem Bundesdenkmalamt und der Gemeinde. Auch war die Nutzung vorerst unklar und es wurde sogar die Versetzung ins Heimatmuseum Stübing erwogen. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass schlussendlich die Besitzerfamilie selbst die Restaurierung und Nutzung in Angriff nahm.
Eine Besonderheit dieses aus dem Besitz eines ehemaligen Sulzberger Bürgermeisters stammenden Hauses ist die weitgehend erhaltene originale Innenausstattung mit Eckflurküche, getäfelter Stube samt Kachelofen mit Empiredekor, Kastenuhr, verglastem Einbauschrank und Sitzbänken aus dem Spätbiedermeier. Nicht zuletzt darum hatte die Gemeinde im Vorfeld auch die Errichtung eines Heimatmuseums erwogen, den Plan dann aber wieder verworfen.
In mühevoller Arbeit und unter großem Einsatz der Besitzer wurde das Gebäude vorerst im Außenbereich vollständig restauriert und mit Rundschindeln verkleidet. Ein neues Dach wurde angebracht und kleinteilige Sprossenfenster. Ein nachträglicher Zubau wurde abgebrochen und so die ursprüngliche Form wieder hergestellt. Im Innern wurden vorerst nur technische Erneuerungen vorgenommen, sodass das lange Zeit leer stehende Haus wieder heutigen Wohnanforderungen entspricht.