vorarlberg.at · Kultur · Förderungen · Baukulturelles Erbe · Blickpunkt Denkmal 2009
Die Wurzeln von Alt-Ems reichen bis ins Jahr 1170 mit der ersten urkundlichen Erwähnung zurück. Einst war sie eine mächtige Festung, die 1407 zerstört wurde. In der Folge wurde an ihrer Stelle eine stolze Reichsburg errichtet, die rund 400 Jahre zu den wichtigsten Burgen des süddeutschen Raumes zählte. Im Schicksalsjahr 1792 wurde sie dann aber zum Abbruch versteigert und damit ihr Ende besiegelt.
Die vom Verkehrsverein Hohenems im Sommer 2005 gestartete Restaurierung der verbliebenen Mauerreste war dringend notwendig geworden, um die Ruine vor dem endgültigen Verfall zu bewahren und die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. In jährlichen Sanierungsetappen, unter Einbindung von ausgewiesenen Fachleuten und begleitet von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, wurden die Arbeiten mit größtmöglicher Transparenz mustergültig durchgeführt. In den gern besuchten Montags-Inforunden vor Ort wurde jeweils über den aktuellen Restaurierungsfortschritt berichtet.
Das engagierte Konzept brachte neben dem sicheren Zugang, der Sanierung vorhandenen Mauerreste, der Aktivierung des Konrad-Brunnens und nächtlichen Lichtspielen auch ein Uni-Projekt zum Laufen. In diesem sollen die Möglichkeiten für die Weiterentwicklung und vertretbare Vermarktung von Alt-Ems unter wirtschaftlichen und historischen Gesichtspunkten erforscht werden. Auch auf diese Ergebnisse darf man gespannt sein.