vorarlberg.at · Kultur · Förderungen · Baukulturelles Erbe · Blickpunkt Denkmal 2009
Im Laufe der Jahre hatte sich die Notwendigkeit einer Kirchenrenovierung ergeben. Gleichzeitig wünschten sich die Verantwortlichen in Götzis aber auch eine Neuinterpretation des Kirchenraums, wodurch der Kirchenraum insbesondere heller und freundlicher werden sollte. Diese Vorgabe verursachte einiges Kopfzerbrechen und es wurde sogar die Versetzung der vom Künstler Martin Häusle gestalteten Glasfenster quasi als Vorsatzschalen geplant. Dazu kam es aber nicht und schlussendlich wird der Innenraum nun durch Lichtschlitze unterhalb der Fenster zusätzlich erhellt, und ein differenziertes Beleuchtungssystem erlaubt die bedarfsgerechte Ausleuchtung des festlichen Raumes. Die alten Bänke, die Platz für 900 Personen boten, wurden entfernt und zahlenmäßig reduziert neue eingebracht. Der Boden wurde mit Solnhoferplatten ausgelegt und durch ein künstlerisches Projekt, mit in den Boden eingelassenen Sockelflächen, zusätzlich gestaltet. Die begehbaren Platten enthalten jeweils einen Begriff, der vom Besucher an Ort und Stelle gedeutet werden soll.
Das in der Apsis vorhandene Wandbild wurde gesichert und fachgerecht abgedeckt. Der ehemalige Hauptaltar wurde in das rechte Seitenschiff verlegt und die Empore aus gestalterischen Gründen weiter in den Raum gezogen. So wurden schlussendlich historisch wertvolle Teile gesichert und erhalten, dabei aber gleichzeitig ein erkennbar neuer Kirchraum geschaffen.