vorarlberg.at · Kultur · Förderungen · Baukulturelles Erbe · Blickpunkt Denkmal 2008
Der 1796 erbaute Freihof Sulz war in der Vergangenheit ein vielbesuchter Gasthof mit Bäckerei, einem großen Gastgarten mit Kegelbahn und Rosenlaube, und im Nebengebäude war eine Schnapsbrennerei untergebracht. In dem zweigeschossigen Gewölbekeller lagerte Wein in Holzfässern. Der Betrieb wurde aber 1956 eingestellt und der Freihof verfiel in einen Dornröschenschlaf. Erst in den letzten Jahren hat die Besitzerin ein sehr engagiertes Konzept für die Neubelebung des Freihofs entwickelt, eine umfassende Renovierung in Angriff genommen und das Haus alsbald wieder geöffnet. Die Wahrung der historischen Substanz und eine ökologische Bauweise hatten dabei oberste Priorität und so präsentiert sich der Freihof heute seinen Besuchern wieder wie vor hundert Jahren, nämlich ursprünglich, bodenständig und heimelig. In der Außenansicht fallen die original gewölbten Gläser der Kastenfenster als seltene Rarität auf. Im Innern wurden zwei Gasträume und das ägyptische Zimmer liebevoll restauriert, es gibt einen Bioladen und eine Backstube. In den Obergeschossen befinden sich neben dem mit einem prächtigem Rosendekor geschmückten Saal, Seminar- und Praxisräume.