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Diesem Gebäude im Stil eines alpenländischen Herrenhauses kommt zum einen Bedeutung aus der zweihundertjährigen Geschichte als Schul- und Pfarrhaus und andererseits als Bestandteil des historischen Ortsgefüges von Schnepfau mit der gegenüberliegenden Pfarrkirche zu. In seinen Ursprüngen dürfte es auf das Jahr 1757 zurückgehen und wurde damals als Schul- und Mesnerhaus konzipiert. In der Folge wurde es verschiedentlich umgebaut und vergrößert und beherbergte im Erdgeschoss sogar einmal die Gemeindesennerei. Ab 1969 war es das Pfarrhaus. Nach der in den letzten Jahren durchgeführten umfassenden Generalsanierung dient es nun als Gemeindehaus von Schnepfau, beherbergt die Mütterberatung, eine Bibliothek und auch eine Pfarrwohnung konnte untergebracht werden. Ein historisch nahezu vollständig erhaltener Raum mit originalen Wandtäfer und Türen wurde als Sitzungszimmer und gleichzeitig auch als Gedenkraum für Franz Xaver Moosmann eingerichtet. Dieser "gebildete Bauer" aus Schnepfau hat als Autodidakt Latein und Griechisch erlernt, war Landwirt, Bürgermeister und Schriftsteller und wurde 1884 mit dem goldenen österreichischen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Bei der nun abgeschlossenen Generalsanierung des Gebäudes mußten die Fundamente unterfangen und der historische Dachstuhl aufwändig stabilisiert werden. Einige historische Fenster konnten erhalten und andere diesen nachgebaut werden. Sowohl die Fassade als auch das Walmdach mit dem fränkischen Dachknick wurden mit Schindeln neu eingedeckt.