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In die Palette der Denkmäler reiht sich seit der Unterschutzstellung im Jahr 2003 auch diese Tankstelle aus dem Jahre 1953, die einige Jahre ungenutzt war und nun nach der abgeschlossenen Renovierung wieder als Tankstelle betrieben wird. Ihre besondere kulturelle Bedeutung wird damit begründet, dass es sich um einen Beitrag der optimistischen Architektur der 50er-Jahre und ein prägnantes Zeugnis für die Industrialisierung und Motorisierung nach dem 2. Weltkrieg handelt . Das Flugdach auf fünf sich verjüngenden Betonpfeilern vermittelt Leichtigkeit und Transparenz und wirkt durch die besondere technische Konstruktion mit einer Fundamentierung unter Bodenniveau nahezu schwerelos. Die Renovierungsarbeiten im denkmalgeschützten Bereich betrafen vor allem die Sanierung dieses Flugdaches sowie der Fundamente und der fünf Betonpfeiler. Die Neonbeleuchtung wurde so plaziert, dass ganz im Sinne der Entstehungszeit auf den Eindruck bei Nacht gesetzt wurde.
Dieses barocke Gebäude reicht in seinen Ursprüngen bis auf das Jahr 1663 zurück und gehört zur Klosteranlage Gwiggen. Ausgehend von einem barocken Schlösschen, das zuletzt als Gasthaus und Brauerei genutzt wurde, hatten Ordensfrauen aus den aufgelösten Schweizer Stammabteien Kalchrain, Feldbach und Tänikon 1856 begonnen, die Klosteranlage Mariastern Gwiggen zu entwickeln und im 20. Jahrhundert den zeitgemäßen Erfordernissen anzupassen. In den abgelaufenen Jahren wurden bereits die Abteikirche, das Schlösschen, der Kreuzgang und das Konventgebäude renoviert und im letzen Jahr konnte die Sanierung des barocken Gästehauses abgeschlossen werden. Mit Rücksicht auf den bestehenden Denkmalschutz wurden dabei Fassaden, Fenster und Dach instand gesetzt und im Innern alte Oberflächen wie Türen, Böden, Täfer und Öfen restauriert. Trotz verschiedener Adaptierungsarbeiten (Sanitär, Heizung.....)wurde die ursprüngliche Grundrissanlage mit Mittelgang erhalten. Nun sind im frisch restaurierten Gebäude Gästezimmer für Teilnehmer von Seminaren und Bildungstagen, aber auch Wohnungen untergebracht. Im Dachboden, in dem noch der barocke Dachstuhl zu sehen ist, soll später ein Raum für Tagungen eingerichtet werden.
Die Ursprünge dieses barocken Langhausbaus reichen bis zum Jahre 1637 zurück. Damals gingen auch schon die pfarrlichen Rechte von der spätgotischen St. Martinskirche (Urkundlich erstmals erwähnt 842) an die St. Sebastians Kirche über. Zwischenzeitlich wurde die Kirche innen und außen verschiedentlich renoviert und auch vergrößert. Mit ein Anlass für die aktuelle Renovierung war der Anschluss der Kirche an die Biofernwärmeanlage der Gemeinde Ludesch. Das Kircheschiff wird optisch dominiert vom Hochaltar und zwei Seitenaltären aus schwarzem Bingser Marmor. Ihre Restaurierung und Reinigung gestaltete sich bei der nun weitgehend abgeschlossenen Renovierung besonders aufwändig. Für die gesamte Raumschale wurde ein lichtes Raumkonzept gewählt, mit zartfarbigen Stukkaturen und einem hellen Boden aus Solenhofer Steinplatten, der vom Eingang bis zum Altarraum um 20cm abfällt und so den Gläubigen eine bessere Sicht auf das liturgische Geschehen ermöglicht. Die Bänke wurden abgelaugt und wieder in ihren Naturzustand gebracht. Ein interessanter und stimmiger Akzent konnte mit zeitgenössischer Kunst in Form von Volksaltar, Ambo und Taufbecken aus Irischem Marmor gesetzt werden.
Diese Tanzlaube, die im Sommer hinter mächtigen Kastanienbäumen nahezu verborgen liegt, wurde um 1898 im Garten des Brauereigasthofs Schäfle errichtet. 1997 hat die Gemeinde das Schäfle samt Gastgarten und Tanzhalle erworben und das Gastgebäude zum Gemeindeamt umgebaut, das bereits 1998 eröffnet werden konnte. Später wurde begonnen die Laube zu sanieren, was sich sehr aufwändig gestaltete. Morsches Holzbauwerk musste abgetragen und nach historischem Vorbild erneuert werden. Zahlreiche defekte Holzteile wurden ausgetauscht und das Dach neu eingedeckt. Nach Abschluss der Malerarbeiten präsentiert sich die Laube nun wieder als bautechnisches Juwel im charakteristischen Stil. Heute dient sie als Kommunikationsplatz für die Dorfbevölkerung und kann als kulturelles Zentrum in der Nachbarschaft von Gemeinde und Pfarrheim genutzt werden.
Diesem Gebäude im Stil eines alpenländischen Herrenhauses kommt zum einen Bedeutung aus der zweihundertjährigen Geschichte als Schul- und Pfarrhaus und andererseits als Bestandteil des historischen Ortsgefüges von Schnepfau mit der gegenüberliegenden Pfarrkirche zu. In seinen Ursprüngen dürfte es auf das Jahr 1757 zurückgehen und wurde damals als Schul- und Mesnerhaus konzipiert. In der Folge wurde es verschiedentlich umgebaut und vergrößert und beherbergte im Erdgeschoss sogar einmal die Gemeindesennerei. Ab 1969 war es das Pfarrhaus. Nach der in den letzten Jahren durchgeführten umfassenden Generalsanierung dient es nun als Gemeindehaus von Schnepfau, beherbergt die Mütterberatung, eine Bibliothek und auch eine Pfarrwohnung konnte untergebracht werden. Ein historisch nahezu vollständig erhaltener Raum mit originalen Wandtäfer und Türen wurde als Sitzungszimmer und gleichzeitig auch als Gedenkraum für Franz Xaver Moosmann eingerichtet. Dieser "gebildete Bauer" aus Schnepfau hat als Autodidakt Latein und Griechisch erlernt, war Landwirt, Bürgermeister und Schriftsteller und wurde 1884 mit dem goldenen österreichischen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Bei der nun abgeschlossenen Generalsanierung des Gebäudes mußten die Fundamente unterfangen und der historische Dachstuhl aufwändig stabilisiert werden. Einige historische Fenster konnten erhalten und andere diesen nachgebaut werden. Sowohl die Fassade als auch das Walmdach mit dem fränkischen Dachknick wurden mit Schindeln neu eingedeckt.