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"Support Unit": Mobile Telekommunikation im Krisenfall

Vervollständigung der Aktivitäten Vorarlbergs in der internationalen Katastrophenhilfe.

In enger Zusammenarbeit mit den Vorarlberger Hilfs- und Rettungsorganisationen und im Katastrophenschutz tätigen Partnern hat das Land Vorarlberg eine mobile Telekommunikationseinheit für den nationalen und internationalen Katastrophenhilfeeinsatz eingerichtet: "Support Unit Austria" ermöglicht die selbständige Kommunikation der Helfer im oder am Krisenort. "Damit wird eine bestmögliche Koordination der Hilfeleistungen erst garantiert", betonte Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Freitag, bei der Präsentation im Rot-Kreuz-Rettungsheim Bregenz.

Vorarlberg kann bei der Katastrophenhilfe auf bereits bewährte Einrichtungen bauen, informierte Landeshauptmann Sausgruber: SARUV, die "Search and Rescue Unit Vorarlberg" kam bei Erdbeben in Algerien, im Iran und in Marokko zum Einsatz. "Mit der Einrichtung einer Support Unit sollen die Aktivitäten Vorarlbergs in der internationalen Katastrophenhilfe vervollständigt werden", so Sausgruber.

Gerade bei Katastropheneinsätzen stehen lokale Kommunikationseinheiten nicht zur Verfügung, da sie meist beschädigt oder zerstört sind. Der jeweiligen Einsatzleitung steht nun mit "Support Unit Austria" eine Klein-Telefonanlage mit 20 Schnurlostelefonen und fünf Festgeräten zur Verfügung. Die Anlage ermöglicht den Einstieg in ein örtlich betriebenes Telefonnetz und ist über Schnittstellen mit der lokalen Bündelfunkzentrale und den Satellitentelefonen verbunden. Mit Hilfe von Satellitentelefonen wird eine Verbindung von Ländern mit schlechter Kommunikationsinfrastruktur mit der "Aussenwelt" ermöglicht. Über eine Schnittstelle können von einem Computer über eine Daten-Sat-Anlage auch Daten und Bilder versendet bzw. empfangen werden. Zusätzlich stehen im
Rahmen der "Support Unit" auch eine Bündelfunkstation und eine taktische Funkeinheit, jeweils mit Funkgeräten,  zur Verfügung.


Partner

"Support Unit Austria" ist als Vorarlberger Einheit sowohl für nationale Einsätze wie auch unter Führung des Bundesministeriums für Inneres, als Österreichischer Beitrag zur internationalen Katastrophenhilfe zu sehen. Sie wurde in enger Zusammenarbeit der Vorarlberger Hilfs- und Rettungsorganisationen und im Katastrophenschutz tätigen Partnern verwirklicht: Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung, Wasserrettung, ÖAMTC und Illwerke/VKW. "Alle ziehen an einem Strang", lobte Rot-Kreuz-Präsident Siegi Gasser die gute Zusammenarbeit.


Leitung und Betrieb

Die technische Leitung und der Betrieb der Support Unit Austria erfolgt durch das Land Vorarlberg (Landeswarnzentrale). Die Leitung der Support Unit Austria im Einsatzfall wird von einem Kernteam, bestehend aus allen Vertretern aller Organisationen unter Federführung des Roten Kreuzes und Mitarbeitern der Landeswarnzentrale wahrgenommen. Die Mitgliederanzahl der Support Unit Austria wird mit 28 Personen – dies entspricht sieben Teams zu je vier Personen – beschränkt.


Synergieeffekte

Die Einrichtungen der "Support Unit" basieren auf den im und vom Land Vorarlberg betriebenen Kommunikationseinrichtungen und sind ein Teil dieses Systems. Dadurch ergeben sich Synergieeffekte: Teile von Systemen und Endgeräte, die zur Bereitstellung im Störungs- und Katastrophenfall benötigt werden, können für den Betrieb der "Support Unit Austria" zur Verfügung gestellt werden.

Die zweijährige Aufbauphase der Support Unit Austria ist mit der Teilnahme an zwei Übungen (Katastrophenübung des Roten Kreuzes Ende Mai in der Silvretta und Internationale Übung in Polen Ende Juni/Anfang Juli) mit Juli 2005 abgeschlossen.


"Ochsentour" - Feuertaufe bestanden

Die Bundeskatastropheneinsatzübung des Österreichischen Roten Kreuzes "Ochsentour" vom 26. bis 29. Mai 2005 in der Silvretta war der erste Einsatz der Support Unit unter realistischen Bedingungen. Dabei wurden über vier Tage etwa 400 Hilfskräfte des Roten Kreuzes aus allen österreichischen Bundesländern mit verschiedenen Aufgabenstellungen beübt. Die Support Unit stellte der Einsatzleitung die gesamte Infrastruktur vom Leptop bis zum Funkgerät zur Verfügung. Insgesamt war der Einsatz ein voller Erfolg und wurde von allen Verantwortlichen und Mitwirkenden besonders hervorgehoben.

Anfahrt ins Übungsgebiet
Anfahrt ins Übungsgebiet
Bielerhöhe
Bielerhöhe
Die Anlagen werden in Betrieb genommen
Die Anlagen werden in Betrieb genommen
Ausgabestelle
Ausgabestelle
Standort an der Silvretta-Hochalpen-Straße
Standort an der Silvretta-Hochalpen-Straße
Landeshauptmann Dr Herbert Sausgruber zu Besuch
Landeshauptmann Dr Herbert Sausgruber zu Besuch
Das Rot-Kreuz-Camp
Das Rot-Kreuz-Camp
Einsatzzentrale Luft der Vorarlberger Bergrettung
Einsatzzentrale Luft der Vorarlberger Bergrettung
Im Zelt der Einsatzleitung
Im Zelt der Einsatzleitung
Lageführung und Einsatzprotokoll
Lageführung und Einsatzprotokoll

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