Derzeit zählt die Europäische Union 27 Mitgliedstaaten. Es handelt sich dabei um Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und das Vereinte Königreich. Die beiden Mittelmeerinseln Malta und Zypern und die mittel- und osteuropäischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarn) sind am 1. Mai 2004 bzw. Bulgarien und Rumänien am 1. Jänner 2007 der EU beigetreten. Die Erweiterung im Mai 2004 war die größte in der EU-Geschichte.
Die EU-Erweiterungsrunde von 2004 kann als historisches Ereignis angesehen werden, da es zum ersten Mal seit Jahrhunderten gelungen ist, die künstliche Teilung Europas aufzuheben und den Kontinent auf friedlichem Wege zu einigen. Sie wirkt sich positiv auf die geopolitische Stabilität unseres Kontinents aus und wirtschaftlich gesehen werden neue Impulse gesetzt. Um allfällige Befürchtungen der Bevölkerung (beispielsweise betreffend einer "Überflutung" mit billigen Arbeitskräften oder billigen landwirtschaftlichen Produkten) entgegenzuwirken, wurden bereits im Vorfeld Übergangsfristen vereinbart. So haben beispielsweise Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten erst nach bis zu längstens sieben Jahre nach dem Beitritt völlig freien Zugang zum EU-Arbeitsmarkt. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte sich das Lohngefälle zwischen den "neuen" und "alten" Mitgliedsländern abgeflacht haben.
Den Status von Kandidatenländern – also Ländern, mit denen über einen EU-Beitritt verhandelt wird - haben Kroatien, Mazedonien, die Türkei und Island. Die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien und der Türkei wurden am 3. Oktober 2005 aufgenommen. Im Juni 2010 wurde die Aufnahmen von Beitrittsverhandlungen mit Island beschlossen. Der ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien wurde im Dezember 2005 der Kandidatenstatus verliehen, die Beitrittsverhandlungen haben allerdings noch nicht begonnen. Für alle diese Länder gibt es noch keinen fixen Beitrittstermin.
Des Weiteren gibt es potenzielle Kandidatenländer. Bei ihnen handelt es sich um Albanien, Bosnien und Herzigovina, der Kosovo, Montenegro und Serbien. Ihnen wurde ein EU – Mitgliedschaft in Aussicht gestellt, sobald und sofern sie dafür bereit sind.
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