vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2007 · Vorarlberg Magazin Nr. 121/2007
Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine völlige Neubesinnung auf das kulturelle Wertesystem notwendig. In dieser Zeit werden die meisten großen Verbände und Kulturvereine neu gegründet. Auch eine große Anzahl von Heimatbüchern wird herausgebracht. Sich ideell vom totalitären Joch befreien und regional neue Marksteine setzen, war das Ziel.
Von Werner Grabher
Für die Weiterentwicklung des kulturellen Bewusstseins war vorerst das Radio und später das Fernsehen wichtig. Die erste Kultureinrichtung, die nach 1945 das Fenster in die internationale Kunstszene weit aufstieß, waren die Bregenzer Festspiele. Neben diesen machte sich auch die so genannte freie oder alternative Szene langsam bemerkbar.
Kunst und Politik im Diskurs
In den 60er und 70er Jahren gewinnen künstlerisch motivierte Strömungen zunehmend politischen Raum. Exponenten einer vom Geist der 68er Revolution geprägten Jugendkultur formieren sich zu einer lose organisierten Bewegung. Und diese Bewegung sollte nach 1945 zur ersten großen Herausforderung für die Kulturpolitik des Landes werden.
Kulturszene – Hellwach
Legendär gewordene Kunsthappenings im Rahmen der „Rand- oder Forspiele“, das Begräbnis des „Flint-Festivals“ etc. erinnern an den gleichzeitig hart geführten Diskurs zwischen der offiziellen Landespolitik und einer hellwach gewordenen Kulturszene. In dieser Zeit wurden aber auch bedeutsame Kultureinrichtungen ins Leben gerufen. Zum Beispiel das Landeskonservatorium oder die Landesbibiliothek.
Kunst lebt auf
Das Kulturangebot in Vorarlberg wächst explosionsartig. Frühere Fronten zwischen „Hoch- und Basiskultur“ haben sich vielfach aufgelöst – zugunsten einer kooperativen Entwicklung. Wo es sinnvoll erscheint, wird die Kulturproduktion heute in Gesellschaften privaten Rechts organisiert. Die jährlich veröffentlichten Kulturberichte bringen Transparenz insFörderungswesen. Nie zuvor wurde in Vorarlberg so viel gute Kunst produziert, präsentiert und konsumiert wie in den letzten Jahren.
Landeskulturreferenten 1945 bis 1964
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Kultur (LageplanFahrplan)
Download:
Kultur braucht Demokratie (146 kB)
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