vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2006 · Vorarlberg Magazin Nr. 119/2006
Landesstatthalter Hans-Peter Bischof: "Das Chancengesetz ermöglicht Menschen mit Behinderungen ein Leben in Selbständigkeit."
Menschen mit Behinderungen erhalten in Vorarlberg gleichwertige Lebensbedingungen und Chancen
48,7 Millionen Euro wurden im Jahr 2005 vom Land Vorarlberg für den Bereich Behindertenhilfe ausgegeben, mehr als 35.000 Menschen mit Behinderungen fanden bei den verschiedenen Trägereinrichtungen im Land Hilfe und Unterstützung. Landesstatthalter Hans-Peter Bischof im Gespräch über das neue Chancengesetz, die erfolgreiche Integration von behinderten Menschen am Arbeitsmarkt sowie die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Suchthilfe.
Von Barbara Huber
Welche Neuheiten hat das heurige Jahr für Menschen mit Behinderungen in unserem Land gebracht?
Hans-Peter Bischof: "Das neue Chancengesetz stellt die wichtigste Errungenschaft dar. Es basiert auf dem im Jahr 2004 erarbeiteten Konzept von Betroffenen und Anbietern und hilft Menschen mit geistiger sowie mehrfacher Behinderung dabei, ein Leben in Eigenständigkeit zu führen."
Wie sieht es mit der Integration am Arbeitsmarkt aus?
Hans-Peter Bischof: "Hier können wir besonders erfreuliche Entwicklungen verzeichnen - dazu trägt beispielsweise das Programm 'Clearing' bei, das Schulabgängerinnen und Schulabgängern mit Behinderungen eine Berufsorientierung gibt, oder das von EU und Bund finanzierte Projekt 'dafür'. Es vermittelt Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt und bietet darüber hinaus eine integrative Berufsausbildung."
Wie wird die schulische Integration von schwer mehrfachbehinderten Kindern ermöglicht?
Hans-Peter Bischof: "Im Bezirk Bludenz haben wir gemeinsam mit den Schulerhaltern, dem Landesschulrat und dem aks räumliche, pädagogische sowie therapeutische Rahmenbedingungen geschaffen, um Kinder mit schwerer Mehrfachbehinderung an den Sonderpädagogischen Zentren direkt vor Ort entsprechend betreuen zu können. Damit wird die nachhaltige Integration dieser betroffenen Kinder in ihrem sozialen Umfeld in besonderem Maße gefördert. Das ist auch ein wichtiger Schritt zur Integration in das gesamte gesellschaftliche Leben."
Gibt es in den letzten Jahren Neuerungen im Bereich der Suchtkrankenhilfe?
Hans-Peter Bischof: "Das 'Vorarlberger Drogenkonzept 2002', das an die neuen Entwicklungen im Drogenmilieu sowie an das geänderte Konsumverhalten angepasst ist, setzt den in der Suchtkrankenhilfe seit 1980 konsequent eingeschlagenen Weg des Landes weiter fort.
Es ermöglicht, dass nun auf die raschen Änderungen im Suchtbereich schnell reagiert werden kann. Dabei werden auch Prävention, Therapie und Rehabilitation entsprechend eingebunden."
Danke für das Gespräch!
"Programme wie 'Clearing' helfen Menschen mit Behinderungen dabei, die besten Voraussetzungen für einen Einstieg in die Arbeitswelt zu erhalten."
Hans-Peter Bischof
Landesstatthalter
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
Download:
Anders und doch gleich (237 kB)
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