vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2006 · Vorarlberg Magazin Nr. 119/2006
Bürgermeister Wilfried Berchtold
"Jugend vor den Vorhang": Engagierte Jugendliche mit LH Sausgruber
Helfen macht glücklich - nicht nur einen selbst, sondern auch die Mitmenschen.
Soziales Engagement wird in Vorarlberg groß geschrieben: Rund die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger übt eine ehrenamtliche Funktion aus - davon setzen sich 13.458 Frauen und Männer im Sozialbereich für ihre Mitmenschen ein. Eine österreichweit vorbildliche Zahl, die unserem Land ein hohes Maß an Sozialkapital und Lebensqualität sichert.
Von Manfred Hellrigl
Im Büro für Zukunftsfragen der Vorarlberger Landesregierung gibt es einen eigenen Arbeitsbereich, der sich mit dem Thema Sozialkapital befasst. Hier geht es vor allem darum, herauszufinden, wie in unserer Gesellschaft vertrauensvolles Miteinander gefördert und unterstützt werden kann.
Was ist Sozialkapital?
Überall dort, wo Menschen zueinander in Beziehung treten, entsteht Sozialkapital. Neben dem guten Gefühl, sicher und geborgen in eine Gemeinschaft eingebettet zu sein, bringen soziale Beziehungen auch konkrete Vorteile. Für den Einzelnen, wenn seine Kontakte ihm helfen, einen Arbeitsplatz zu finden oder wenn der Nachbar während des Urlaubs seine Blumen gießt. Für die ganze Gesellschaft, wenn Krankenpflegevereine, Blaulichtorganisationen, mobile Hilfsdienste, Kulturinitiativen oder Sportvereine mit einem Heer an engagierten Menschen unser Land in jeder Hinsicht bereichern.
"Vieles würde heute nicht funktionieren, gäbe es nicht ehrenamtlich engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger."
Bürgermeister Wilfried Berchtold
Gemeindeverbandspräsident
Landesweite Erhebungen als Basis
Wichtige Voraussetzung für die gezielte Förderung von Sozialkapital ist ein fundiertes Wissen über die aktuelle Situation. Zu diesem Zweck werden immer wieder lokale und landesweite Erhebungen durchgeführt, die als Grundlage für weitere Maßnahmen dienen. Die eigentliche Herausforderung liegt aber nicht im Erheben von Daten, sondern im Aufspüren von Mitteln und Wegen, die geeignet sind, soziales Kapital zu vermehren.
Land Vorarlberg setzt Akzente
In Pilotprojekten und öffentlichkeitswirksamen Kampagnen arbeitet das Büro für Zukunftsfragen an diesem ehrgeizigen und lohnenswerten Ziel. Im Rahmen der Kampagne "Ehrenamt 9bewegt - dich und uns" werden vielfältige Förder- und Unterstützungsmaßnahmen für Vereine und freiwillig Engagierte entwickelt. Die Initiative "Jugend vor den Vorhang" ermöglicht es engagierten Jugendlichen, ihre Projekte einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit Hilfe des Weiterbildungsprogramms "Brückenschlag" (www.brueckenschlag.org) wechseln Führungskräfte aus Wirtschaftsbetrieben und Sozialeinrichtungen für eine Woche in den jeweils anderen Arbeitsalltag. Der daraus entstehende Wissens- und Erfahrungstransfer nutzt beiden Seiten. Darüber hinaus wurden innerhalb der Landesverwaltung in dem Pilotprojekt "Better together" neue Wege beschritten, um die persönlichen Beziehungen und Kontakte innerhalb und zwischen den Dienststellen zu verbessern.
Warum setzen Sie sich ehrenamtlich ein?
„Ich setze mich ehrenamtlich ein, weil ich durch mein Engagement den Stellenwert der Familie in der Gesellschaft aufwerten will.“
Angela Burtscher, Familienverband Vandans
„Ich investiere gerne meine Kraft darin, Kinder und Jugendliche, denen es nicht gut geht, zu unterstützen.“
Guido Müller, Netz für Kinder
„Als ich sah, dass es Menschen gibt, die in Not sind und Hilfe brauchen, wollte ich ganz einfach zupacken und aktiv etwas tun.“
Maria Thurnher, Obfrau Postfach für jeden
Informationsmaterial
Download der Sozialkapital-Studien von 2002 und 2005 unter www.vorarlberg.at/zukunft
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Büro für Zukunftsfragen (LageplanFahrplan)
Download:
13.500 Ehrenamtliche im sozialen Einsatz (197 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme