vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2006 · Vorarlberg Magazin Nr. 118/2006
Rekordteilnahme am „girls day“
353 Mädchen haben heuer am 5. „girls day“ im Juni teilgenommen. Sie durften einen Tag lang die Eltern oder Bekannte zu deren Arbeitsplatz begleiten. Ziel dieses vom Frauenreferat der Landesregierung initiierten Aktionstages war es, den 10- bis 16-jährigen Mädchen so früh wie möglich einen Einblick in die vielfältige Berufswelt zu ermöglichen. Dabei sollen ihnen vor allem technische Berufe abseits von gängigen Rollenklischees näher gebracht werden. „Ich danke allen Unternehmen für ihr Engagement beim ‚girls day‘. Den Mädchen wird damit eine wertvolle Chance geboten, in die Arbeitswelt zu schnuppern“, so Landesrätin Greti Schmid.
Gewässerkonzept für die Dornbirnerach
Mit dem nun fertig gestellten Gewässerbetreuungskonzept (GBK) Dornbirnerach steht ein übergeordneter Plan für alle künftigen Gewässermaß nahmen im Einzugsgebiet der Dornbirnerach zur Verfügung. „Dieses Konzept dient der mittel- und langfristigen Verbesserung der wasserwirtschaftlichen und ökologischen Situation der Gewässer und gibt die Handlungsschwerpunkte im Gewässernetz der Dornbirnerach für die nächsten 20 Jahre vor“, so Landesrat Dieter Egger. Im GBK wird ein Katalog von rund 150 Maßnahmen für das 215 km2 umfassende Einzugsgebiet der Dornbirnerach vorgeschlagen. Der Realisierungszeitraum dafür beträgt rund 20 Jahre.
Literaturstipendium 2006
Christian Futscher erhielt das mit 6.540 Euro dotierte Literaturstipendium 2006 des Landes Vorarlberg. „Eine gute Literaturszene kann man nicht bestellen, sie lebt immer wieder von der Qualität einzelner, herausragender Menschen“, führte Kulturreferent Landesstatthalter Hans-Peter Bischof in seiner Ansprache an. Mit seinem eingereichten Text „Zwischenwasser - Ein Heimatroman“ hat sich Christian Futscher unter den insgesamt 50 Mitbewerberinnen und Mitbewerbern durchgesetzt. Futscher ist 1960 in Feldkirch geboren und übersiedelte nach dem Studium der Germanistik und Romanistik von Salzburg nach Wien, wo er als Autor lebt.
Regionale Spielräume für die Landwirtschaft
Der Agrarbericht 2006 zeige erneut, dass der Vorarlberger Weg für die Bauern sich bewährt hat, so Agrarlandesrat Erich Schwärzler. Es gelte daher regionale Spielräume für die Landwirtschaft – insbesondere für die Bergbauern – auch künftig zu erhalten. Eckpunkte des Vorarlberger Weges sind für LR Schwärzler: Das hohe Vertrauen der Bevölkerung in die Vorarlberger Bauern und ihre Leistungen, die enge Zusammenarbeit und Vernetzung mit Gewerbe, Handel und Tourismus, die Nutzung von Holz als natürlicher Baustoff und Energieträger, gute Bildungs- und Beratungsangebote (Landjugend und Bäuerinnenorganisation), hohe Standards in der Tiergesundheit sowie Naturschutz und Landwirtschaft mit Handschlagqualität.
Sonderwohnbauprogramm
Angemessener, finanziell leistbarer und gesicherter Wohnraum ist eine wichtige Grundlage für ein lebenswertes Wohnen. Das Land will Menschen aus Krisensituationen nun mit einem Sonderwohnbauprogramm helfen. Dabei sollen im gemeinnützigen Mietwohnungsbau zusätzliche Wohnungen für den betroffenen Personenkreis mitgebaut werden, berichtet Wohnbaulandesrat Manfred Rein. Die Vergabe der Wohnungen läuft über das „Soziale Netzwerk“, in dem Vertreter der regionalen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, des Wohnungsamtes, des Wohnbauträgers, der Sozialhilfeabteilung und der Abteilung Wohnbauförderung eingebunden sind.
Delegation aus Thüringen
Landtagspräsident Gebhard Halder begrüßte eine Delegation des Thüringer Landtages mit Verkehrsminister Andreas Trautvetter an der Spitze im Landhaus. Seit mehreren Jahren bestehen zwischen den Landesparlamenten von Thüringen und Vorarlberg freundschaftliche Beziehungen und ein reger Informationsaustausch. In den vergangenen Jahren kam es zu regelmäßigen Arbeitstreffen, wobei Themen wie Gesetzesfolgenabschätzung, Neuordnung des Föderalismus oder die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Tourismus behandelt wurden. Eines der bestimmenden Themen war die Baukultur und Architektur in beiden Ländern. Hier kam es in Zusammenarbeit mit dem Architekturinstitut auch zu wechselseitigen Ausstellungen in Erfurt und Bregenz. LTP Halder begrüßt diese enge Zusammenarbeit beider Landtage: „Die starken Bemühungen um eine größtmögliche Eigenständigkeit sind dabei ein gemeinsames Anliegen.“
ARGE ALP-Vorsitz
Vorarlberg hat Ende Juni den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) von Trient übernommen. Als einen der Schwerpunkte für den einjährigen Vorsitz nennt Landeshauptmann Herbert Sausgruber die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land: „Wir können die Lebensqualität in unseren Ländern und Regionen nur erhalten, wenn wir gleichwertige Lebensverhältnisse in städtischen und ländlichen Regionen schaffen und dadurch Absiedlung verhindern“, so Sausgruber. Der ARGE ALP gehören folgende Länder, Provinzen und Kantone an: Bayern, Südtirol, Trient, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Tirol, Tessin, Graubünden und Vorarlberg.
Schuljahr 2005/06 brachte viele Verbesserungen
„Wir haben im zu Ende gehenden Schuljahr viele Verbesserungen vorgenommen“, zog Kindergarten- und Schullandesrat Siegi Stemer Bilanz. Besonders hob er vorschulische Initiativen, die Sprachoffensive, den Ausbau der Schülerbetreuung, den Neustart in der Lehrerbildung und die erste Etappe „mehr Bewegung“ hervor. „Auf dem richtigen Weg“ sieht Stemer die Entwicklung in der Schülerbetreuung: „Die durchdachte Abstimmung von Stundenplan, Mittagsbetreuung, Förderung, Hausaufgabenbegleitung und sinnvoller Freizeitgestaltung ist für Kinder, Eltern und Lehrpersonen ein Gewinn. Auf Grund der vorläufigen Anmeldezahlen dürfen wir im Herbst mit mehr als einer Verdoppelung rechnen.“
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
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