vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2006 · Vorarlberg Magazin Nr. 118/2006
Viele Menschen in Vorarlberg sind fahrradbegeistert und nützen gerne die vielen Möglichkeiten, die sie im Ländle haben. Rund 14 Prozent aller Wege werden in Vorarlberg mit dem Fahrrad zurückgelegt, im Österreich-Vergleich ein sehr hoher Anteil. Aber es gibt noch beachtliche Verlagerungspotenziale.
Von Peter Moosbrugger und Martin Scheuermaier
Im neuen Verkehrskonzept des Landes wird bis 2015 ein Fahrrad-Anteil von 17 Prozent angepeilt. Deshalb wird auch weiterhin kräftig in den Ausbau und die Sicherheit des Radwegenetzes in Vorarlberg investiert, so Verkehrslandesrat Manfred Rein. Wer hätte das gedacht. Das Fahrrad wird nicht vorrangig in der Freizeit verwendet, sondern im Berufs- und Ausbildungsalltag. Aufschlussreich ist folgende Aufgliederung: Lediglich 30 Prozent der an Werktagen mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege sind Freizeitverkehr. Der Weg zur Arbeit (26 Prozent), der Weg zur Ausbildung (13 Prozent) und Einkaufswege (17 Prozent) kommen zusammen auf 56 Prozent, was den Stellenwert des Verkehrsmittels Fahrrad im alltäglichen Mobilitätsgeschehen sehr eindrücklich veranschaulicht. Das sind sehr gute Vorzeichen für die angestrebte Erhöhung des Radverkehrsanteiles von 14 auf 17 Prozent im Jahre 2015. Wie das Fahrrad noch mehr zum anerkannten und viel genutzten Verkehrsmittel wird, macht ein Maßnahmenkatalog deutlich. Derzeit wird ein eigenes Landesradverkehrskonzept erarbeitet. Dabei werden die lokalen und überregionalen (auch grenzüberschreitenden) Netze noch besser aufeinander abgestimmt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Berufs-, Ausbildungs- und Einkaufsverkehr. Das Landesradverkehrskonzept weist folgende Elemente auf:
Vorrangrouten: Hier wird der Radverkehr uneingeschränkt bevorzugt. Großzügige Standards hinsichtlich Komfort, Attraktivität und Verkehrssicherheit.
Hauptrouten: Verbindung von Ballungsräumen und Gemeinden. Auch für Hauptrouten gelten großzügige Standards und Qualitätskriterien.
Untergeordnetes Netz: Radwege im Mischverkehr auf Gemeindestraßen.
„Fahrradfahrer leisten einen wesentlichen Beitrag für ihre eigene Gesundheit."
Hans-Peter Bischof
Landesstatthalter
Mit dem Fahrrad 500 Kilometer durchs Ländle
In die Pedale und los geht‘s. Insgesamt steht den Radbegeisterten in Vorarlberg ein fast 500 Kilometer langes Wegenetz zur Verfügung. Gut die Hälfte davon sind Radwanderwege, die gemeinsam mit den Gemeinden errichtet wurden, der Rest verläuft als Fahrradstreifen oder Radweg entlang von Landesstraßen.
Fahrrad-Hochburgen in Österreich
In Bregenz werden 25 Prozent der Wege innerhalb des Ortes mti dem Fahrrad zurückgelegt.
20.000 - 50.000 Einwohner
10.000 - 20.000 Einwohner
3.000 - 10.000 Einwohner
Kontakt:
Straßenbau – Objektmanagement Straßen (LageplanFahrplan)
Amt der Landesregierung – Allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten (LageplanFahrplan)
Download:
Radwegenetz bringt Sicherheit und Komfort (238 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme