vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2006 · Vorarlberg Magazin Nr. 118/2006
Rund 400 überwiegend ehrenamtlich tätige Wegwarte betreuen das Vorarlberger Wanderwegenetz.
Wegweiser mit Zielangaben und Gehzeiten.
Wandern ist nicht gleich Wandern. Qualitäts-Wandern macht den Unterschied. 1995 hat die Landesregierung das Wanderwegekonzept Vorarlberg beschlossen. Seither verfügt Vorarlberg als erstes österreichisches Land über Leitlinien für eine umfassende Erneuerung des Wanderwegenetzes. Beinahe das gesamte Wanderwegenetz von derzeit ca. 5.600 Kilometer wurde an die neuen Qualitätsstandards angepasst.
Von Christoph Türtscher und Manfred Kopf
Die Umsetzung unseres Wanderwegekonzeptes bedeutet ein Plus an Qualität im Vorarlberger Freizeit- und Tourismusangebot. Wandern ist, wie Gästebefragungen zeigen, eine der wichtigsten Urlaubsaktivitäten in Vorarlberg: Die meisten Sommergäste kommen hauptsächlich wegen der ausgedehnten Wandermöglichkeiten in der Natur der Vorarlberger Bergwelt hierher. Das aktuelle Wanderwegekonzept leistet somit einen maßgeblichen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Sommersaison.
Wanderwege gut markiert und laufend betreut
Das Wanderwegekonzept setzt bei einer Neugestaltung der Routen an. Uninteressant gewordene Strecken werden ausgeschieden, neue attraktivere Wege aufgenommen. Bei der Markierung und in der kartografischen Darstellung werden drei Schwierigkeitsgrade (Spazierweg, Bergwanderweg und Alpiner Steig) unterschieden. Auf jedem Wegweiser sind genormte Tafeln angebracht, deren Pfeilspitzen genau in die Gehrichtung weisen. Die Zielangaben mit Gehzeiten sowie die Zwischenmarkierungen ermöglichen eine gute Orientierung im Gelände. Eine eigens für die Wanderwege erstellte Orientierungskarte ist im Internet unter www.vorarlberg.at/wanderwege mit zahlreichen Wandertipps abrufbar.
Betreuung
Die eingeführten Qualitätsstandards erfordern vor allem eine ständige gute Wegebetreuung durch die Wegwarte, denen auch entsprechendes Know-how (z.B. mit Markierungskursen und Wegwartetreffen) geboten wird. Rund 400 - überwiegend ehrenamtlich tätige - Wegwarte betreuen das Vorarlberger Wanderwegenetz.
Netzwerk der Zusammenarbeit
Die Planung und Betreuung des Wegenetzes erfordert eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Gemeinde ist dabei die wichtigste Drehscheibe. Sie koordiniert die Aktivitäten von Wegerhaltern und Tourismuseinrichtungen und entwickelt in Abstimmung mit den Nachbargemeinden das eigene Wanderwegekonzept weiter. Die Raumplanungsabteilung des Landes unterstützt und fördert dabei die Gemeinden.
15.737 Wegweisertafeln, 5.600 km markierte Wanderwege
Es wurden auf den 5.600 Kilometern markierter Wanderwege 5.549 Wegweiserstandorte mit insgesamt 15.737 Wegweisertafeln bereitgestellt. Die neu gestalteten Wege wurden in das Geografische Informationssystem (GIS) aufgenommen.
Regionalcards
Mit Regionalcards können Bergbahnen und verschiedene andere Infrastruktureinrichtungen beliebig benützt werden.
Ziele des Wanderwegkonzeptes:
Das Land fördert die Umsetzung durch:
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Raumplanung und Baurecht (LageplanFahrplan)
Download:
Land und Leute entdecken (179 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme