vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2005 · Vorarlberg Magazin Nr. 116/2005
Gesamtkonzept zur Kinderintensivbetreuung
Die Säuglingssterblichkeit in Vorarlberg ist in den letzten Jahren gesunken und die Qualität der Betreuung von Frühgeborenen wurde deutlich verbessert, berichtet Landesstatthalter Hans-Peter Bischof. 1999 starben von 1.000 Lebendgeborenen 7,1 vor Vollendung des ersten Lebensjahres, 2004 nur noch 3,9. Damit liegt Vorarlberg unter dem bundesweiten Schnitt. Der Erfolg beruht auf der Umsetzung eines Gesamtkonzeptes zur Kinderintensivbetreuung, das von den Abteilungsleitern der Landeskrankenhäuser Feldkirch und Bregenz sowie des Krankenhauses Dornbirn gemeinsam ausgearbeitet wurde. Jährlich werden ca. 400 Kinder – davon 70 Prozent Säuglinge – intensivmedizinisch behandelt und über 450 Kinder überwacht.
Die vielseitige Welt der Lehrlingsausbildung in Vorarlberg
Rund 50 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich nach der Pflichtschule für eine Lehre. Das Ausbildungsangebot ist nicht nur inhaltlich breit gefächert, gibt Schullandesrat Siegi Stemer bekannt: Im Rahmen der dualen Ausbildung werden für lernleistungsschwache Jugendliche Chancen zur beruflichen Integration eröffnet, leistungsstarke Jugendliche werden unterstützt und auf die Berufsmatura vorbereitet. Im Schuljahr 2005/2006 haben 2.422 junge Menschen eine Lehre begonnen. Die zehn beliebtesten Lehrberufe sind Einzelhandel, Tischlerei, KFZ-Technik, Elektroinstallation, Bürokaufmann, Friseur, Maurer, Koch, Restaurantfachmann, Sanitär- und Klimatechnik.
Vom Hochwasser zur Hochsaison
Die Schäden, die das Hochwasser im August 2005 im Vorarlberger Landesstraßennetz angerichtet hat, summieren sich auf etwa 30 Millionen Euro. Bis zu Beginn der Wintersaison sind die Talschaften wieder uneingeschränkt und sicher erreichbar, berichtet Verkehrslandesrat Manfred Rein. Die am schwersten betroffenen Straßenabschnitte sind die L 200 zwischen Bezau und Schröcken, die L 198 zwischen Zürs und Lech, die L 192 zwischen St. Gallenkirch/Galgenul und Gargellen und die L 95 zwischen Schruns und Silbertal. LR Rein: „Für alle diese Orte ist der Wintertourismus eine wesentliche Lebensgrundlage. Daher ist es wichtig, diese Verkehrsverbindungen raschest möglich zu reparieren.“
Heizkostenzuschuss erhöht
Menschen mit besonders geringem Einkommen erhalten auch diesen Winter einen Heizkostenzuschuss aus Mitteln des Landes, teilt Soziallandesrätin Greti Schmid mit. „Gerade angesichts der heuer so stark gestiegenen Mineralölpreise ist es wichtig, mit dem Heizkostenzuschuss den Schwächsten in der Gesellschaft gezielt zu helfen“, betont LR Schmid. Nicht zuletzt auf Grund der enormen Teuerung (bei Heizöl fast 30 Prozent seit Jänner 2005) wird der einmalige Zuschuss heuer von 150 auf 176 Euro pro Haushalt erhöht. Anträge können bis 27. Jänner 2006 bei den Gemeindeämtern gestellt werden. Das Geld wird von den Gemeinden sofort direkt ausbezahlt.
Mehr Platz für Wissen –FH Vorarlberg erweitert
Nach einer Bauzeit von nur gut zwei Jahren wurde Anfang November 2005 der Erweiterungsbau der Fachhochschule Vorarlberg offiziell eröffnet. Landeshauptmann Herbert Sausgruber betonte dabei den hohen Stellenwert der Bildung und bezeichnet sie als „die beste und wertvollste Investition in die Zukunft“. In nur 27 Monaten wurde auf 16.000 Quadratmetern für 13 neue Hörsäle, 27 Seminar- und Projekträume, das Forschungszentrum Mikrotechnik, eine Mensa mit 250 und ein Café mit 70 Sitzplätzen sowie rund 90 Büro-Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter, Platz geschaffen. Insgesamt umfasst der „Campus Vorarlberg“ nun drei Gebäude. Die Bausumme beträgt 32,5 Millionen Euro.
Schutz vor Hochwasser
Im Vorarlberger Rheintal hat das Schadenspotenzial durch das Wachstum der Wirtschafts- und Siedlungsräume enorm zugenommen. Je nach Szenario muss bei einem Dammbruch mit Schadenssummen von bis zu mehreren Milliarden Euro gerechnet werden. „Diesem Umstand muss durch die Verbesserung der Hochwassersicherheit am Rhein Rechnung getragen werden“, fordert Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger. „Der Bund muss die geänderten Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die geänderten klimatischen Verhältnisse endlich zur Kenntnis nehmen und reagieren“, stellt Egger klar. Dazu gehöre auch die Verhandlung mit den zuständigen Schweizer Stellen über Rückhalteflächen im Einzugsgebiet des Rheins.
Luft zum Atmen
Ein Großteil der im 30+1-Maßnahmenprogramm der Landesregierung zur Verbesserung der Luftqualität enthaltenen Maßnahmen ist zwischenzeitlich bereits verwirklicht bzw. in Umsetzung. Dazu zählen auch:
„Mit diesen Maßnahmen wollen wir die Ziele des Immissionsschutzgesetzes-Luft erreichen. Diese Ziele sind: Die vorsorgliche Verringerung der Immission von Luftschadstoffen, die Bewahrung und Verbesserung der Luftqualität und den dauerhaften Schutz der Gesundheit“, betont Umweltlandesrat Erich Schwärzler.
Humanitäre Hilfe für Weißrussland
Ganz im Zeichen großer Wertschätzung stand der jüngste Antrittsbesuch des Botschafters der Republik Belarus (Weißrussland), Alyaksandr Sychov bei Landeshauptmann Sausgruber und Landtagspräsident Gebhard Halder. Halder ist es ein Anliegen, die Beziehungen zwischen Vorarlberg und Belarus weiter zu festigen. „Wir konnten uns in den vergangenen Jahren stark einbringen und mithelfen, die Folgen des Reaktorunglücks zu minimieren und sehen dies als wichtigen humanitären Beitrag unseres Landes an“, so Halder. Seit der Reaktorkatastrophe vom 26. April 1986 realisierte Vorarlberg mit 230.700 Euro aus Mitteln der Osthilfe zahlreiche Projekte und unterstützte mit weiteren 82.300 Euro aus Mitteln der Katastrophenhilfe die medizinische Versorgung und vor allem Projekte und Genesungsurlaube für Kinder.
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
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