vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2005 · Vorarlberg Magazin Nr. 116/2005
E-Government - der Kontakt mit den Behörden online. Wie ein Puzzle werden Schritt für Schritt die Bausteine einer Verwaltung der Zukunft aufgebaut.
Von Uwe Leissing
Im E-Government können sich die Bürger rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, verwaltungsbezogene Informationen beschaffen. Aufeinander abgestimmte und standardisierte Internetauftritte der Behörden orientieren sich an den Anliegen der Bürger, gleiche Navigationsstrukturen führen zu allen Themen des Verwaltungshandelns.
Formulare online
Die Vorteile der einheitlichen Webformulare von Behörden:
„Der Landes-Internetauftritt ist abgestimmt und standardisiert und orientiert sich an den Anliegen der Menschen.“
Herbert Sausgruber
Landeshauptmann
Sicherheit. Einbringen
Anträge mit rechtsverbindlichen Wirkungen müssen eindeutig identifizierbar und authentifizierbar sein. Solche Anträge sind daher mit Hilfe der Bürgerkarte elektronisch zu unterschreiben. Damit kann eindeutig festgestellt werden, dass das Einbringen tatsächlich vom (berechtigten) Antragsteller kommt. Prüfsummen und verschlüsselte Leitungen stellen die unverfälschte und sichere Übermittlung der Daten über das Internet sicher.
Die elektronische Bearbeitung
Das über Internet erhaltene Einbringen wird bei der zuständigen Behörde direkt in den internen elektronischen Akt eingebunden. Anschließend wird es vollständig elektronisch bearbeitet.Der elektronische Akt ermöglicht die parallele Bearbeitung des Antrags durch mehrere Beteiligte. Die Transportwege der Anträge werden kürzer, es gibt eine oder nur sehr kurze Liegezeiten. Generell reduzieren sich die Bearbeitungszeiten. Die Bürger können in ihren Akt Einsicht nehmen. Das schafft mehr Transparenz. Durch behördenübergreifende Kommunikationsschnittstellen und Registerabfragen reduziert sich der Nachweisaufwand für die Bürger.
Zustellung via Internet
Für jene Bürger, die sich bei einem elektronischen Zustelldienst angemeldet haben, erfolgt die Zustellung über das Internet. Der Empfänger wird dabei per E-Mail oder SMS verständigt, dass sich in seinem Postfach ein Poststück befindet. Anschließend muss sich der Empfänger bei seinem Zustelldienst mittels Bürgerkarte identifizieren, damit er das Poststück herunterladen kann. Die elektronische Zustellung erfolgt unabhängig von Zeit und Ort und ist auchschneller als auf dem Papierwege. Nicht zuletzt werden Gebühren für Porto und Rückscheinbriefe eingespart.
Bargeldlose Bezahlung
Anfallende Gebühren, Abgaben, usw werden über Online-Bezahlvorgänge abgewickelt. Dafür gibt es österreichweit einen Standard („E-Payment“). Als Zahlungssysteme werden dabei die Kreditkarten, die diversen Bankensysteme, das elektronische Lastschriftverfahren, Mobile Payments, Prepaid-Systeme und Systeme mit elektronischer Rechnungslegung unterstützt.
Bürgerkarten
Bürgerkarten werden als „amtliches Ausweisdokument“ bei elektronischen Behördenverfahren verwendet. Als Bürgerkarte ist dabei nicht eine spezielle Karte zu verstehen, sondern vielmehr eine „Funktion“, die auf verschiedenen, dafür tauglichen Karten (z.B. Bankomatkarte, ecard) eingesetzt werden. Das Modell ist allerdings nicht auf Karten eingeschränkt. Es ist bereits möglich, auch mittels Mobiltelefonen elektronisch zu signieren.
E-Government Service
Kontakt:
Informatik – Beratung / Organisation (LageplanFahrplan)
Download:
Vom Antrag bis zur Zustellung - Perspektiven des E-Government (173 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme