vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2005 · Vorarlberg Magazin Nr. 116/2005

Das Vorarlberger
E-Government bietet zahlreiche Vorteile für die Bürger: sicher, schnell und verwaltungsübergreifend.
Denise Schneider informiert sich im Internet über die Studienförderung.
Mit E-Government bringt das Land Vorarlberg seine Dienstleistungen den Bürgerinnen und Bürgern einfach und unkompliziert nach Hause. Am deutlichsten wird dies anhand der bereits zahlreich verwendeten Webformulare.
Von Uwe Leissing
Wesentliche Merkmale von E-Government sind die Vereinfachung und Vereinheitlichung der Vielzahl von Verfahren. Die Webformulare zeigen dies vor: Layout und Aufbau der Webformulare sind einheitlich gestaltet, immer wieder kehrende Bausteine (z.b. Anschrift) schauen immer gleich aus. Durch die Wiederverwendbarkeit solcher Bausteine werden die Dienstleistungen einheitlicher und einfacher angeboten, verwaltungsintern Synergieeffekte und Einsparpotenziale erzielt.
"Mit der Bürgerkarte sollen die digitalen Möglichkeiten künftig noch stärker ausgeweitet werden."
Siegi Stemer
Landesrat
Datensicherheit und Datenschutz
Datenschutz und Sicherheit gehören zu den leitenden Grundprinzipien im EGovernment. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Datenschutzkommission- und dem Datenschutzrat ist diesbezüglich ein hoher Standard gesichert.
Übergreifende Verknüpfung von Bürgerdaten verhindern
Die Daten der Bürger werden innerhalb der Verfahren (z.B. Gewerbe, Wohnbau, Strafen) über ein eigenes Personenkennzeichen verschlüsselt und sind daher nur innerhalb des Verfahrens verwendbar.
Diese Maßnahme dient dem Datenschutz, indem eine verwaltungsbereichsübergreifende Verknüpfung von Bürgerdaten verhindert werden muss.
Internet für blinde/sehbehinderte Nutzer
Die Richtlinien der Web Accessibility Initiative (WAI) zielen darauf ab, den Zugang zum Internet für alle Bevölkerungsgruppen – insbesondere für Menschen mit speziellen Bedürfnissen – uneingeschränkt möglich zu machen. Es geht im Wesentlichen darum, Internet-Auftritte, Homepages, Formulare, etc so zu gestalten und aufzubauen, dass auch Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkten Zugriffsmöglichkeiten auf das Internet problemlos Online-Dienste nutzen können. Der Internetauftritt des Landes Vorarlberg entsteht nach diesen Richtlinien.
So sieht E-Government in der Praxis aus:
Studienförderung online
Mit E-Government sind die Bürgerinnen und Bürger zeitlich und örtlich unabhängig. Amtswege und Wartezeiten entfallen im Internet. Zum Beispiel für Denise Schneider ist E-Government sehr hilfreich. Die junge Riefensbergerin studiert an der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn und interessiert sich für ein Auslandssemester. Sie beantragt daher via Internet die Förderung von Studien- und Forschungsaufenthalten im Ausland. Von zu Hause aus kann die Studentin über www.vorarlberg.at/e-government das gewünschte Formular aufrufen. Zur Eingabe der benötigten Daten erhält Denise Schneider eine dialog-geführte Erfassungsmaske. Auswahllisten und Ausfüllhilfen erleichtern die Eingabe. Das Diplomprüfungszeugnis kann elektronisch beigelegt werden. Nach erfolgreichem Ausfüllen und Absenden wird das Webformular auf sicherem Weg an die zuständige Abteilung im Landhaus gesendet.
Das Beispiel der Studienförderung zeigt, wo die Nutzungspotenziale des E-Government liegen: In der zeitlichen und örtlichen Unabhängigkeit für die Bürgerinnen und Bürger.
Keine Amtswege und Wartezeiten
Auch die Gewerbeanmeldung kann über www.vorarlberg.at/gewerbeanmeldung durchgeführt werden. Meldebestätigung und Strafregisterauszug müssen keine mehr beigefügt werden, diese Informationen holt die zuständige Bezirkshauptmannschaft im Rahmen des E-Government selbstständig ein. Wo bisher unterschiedliche Ämter persönlich kontaktiert werden mussten, fallen diese Wege nun weg. Amtswege und Wartezeiten werden eingespart.
Unterlagen – schnell und einfach
Bei sehr vielen Verfahren mussten die erforderlichen Unterlagen bisher mühsam zusammengetragen werden – Beispiel Hausbau: Wer im Zuge seines Hausbaus eine Zufahrtsgenehmigung zur Landesstraße benötigt, kann dies nun über E-Government einfacher erledigen.
Eine Skizze mit der Zufahrt muss beigelegt werden. Im Webformular für die Zufahrtsgenehmigungen kann das Grundstück online über das Geographische Informationssystem (GIS) des Landes Vorarlberg angezeigt werden. Die gewünschte Zufahrt kann am Bildschirm eingezeichnet und das so erstellte Dokument dem Webformular sofort als elektronische Beilage angehängt werden.
Vorteile für Bürger durch E-Government
Kontakt:
Informatik – Beratung / Organisation (LageplanFahrplan)
Download:
E-Government - Das Land Vorarlberg in jedem Haus (124 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme