vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2005 · Vorarlberg Magazin Nr. 115/2005
Die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet sich maßgeblich am Umgang mit unseren Kindern im Hier und Heute. Kinder, die in einer optimistischen, fördernden und liebevollen Umgebung aufwachsen können, werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsene mit aller Kraft für das Wohlergehen ihrer Freunde, Familien und der Gemeinschaft einsetzen.
Von Christoph Hackspiel und Stefan Allgäuer
Wenn eine Gesellschaft die Bedürfnisse von „Kindern in die Mitte“ ihrer Überlegungen rückt, investiert sie in die Lebensqualität aller für heute und morgen.
Gesellschaftliche Veränderungen und Geborgenheit
Dabei machen es uns die Zeichen der Zeit nicht leicht. Vorarlberg hat zwar nach wie vor eine ausgesprochen hohe Familienorientierung und vielfältige Fördermaßnahmen. Trotzdem haben auch wir, so wie alle westlichen Länder, mit rasanten Veränderungen in der Gesellschaft zu kämpfen.
Der enorme wirtschaftliche Wettbewerb, eine hohe Mobilität, Leistungsdruck und Zeitknappheit, sinkende Geburtenzahlen und brüchiger werdende familiäre Bande erschweren das Entstehen der Gefühle von Zuversicht und Solidarität.
Dabei lässt – insbesondere bei Kindern – die Sehnsucht nach Geborgenheit und tragenden Beziehungen in keiner Weise nach.
Impulse für ein kinderfreundliches Land
Das Anliegen von „Kinder in die Mitte“ ist es daher, das Netzwerk der generationenübergreifenden Solidarität aller gesellschaftlichen Gruppen zu verstärken. In einem ersten Schritt wurden viele hundert Vorarlberger Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Impulse und Erfahrungen für ein kinder- und familienfreundlicheres Land einzubringen. Viele von ihnen, auch Kinder, Jugendliche und Fachleute, haben sich – zum Teil während mehrerer Tage – Zeit genommen, um an zukunftsweisenden Leitlinien und Vorschlägen zu konkreten Projekten zu arbeiten.
Gemeinsam ist die Überzeugung gewachsen, dass unsere Gesellschaft nur dann tragfähig und lebendig bestehen kann, wenn starke, zuversichtliche Kinder und Familien ihr Fundament sind.
„Kinder in die Mitte“ – Miteinander der Generationen
Das Ziel von „Kinder in die Mitte“ – Vorarlberg zum kinder-, jugend- und familienfreundlichsten Bundesland zu machen – wird in einem speziellen Verfahren realisiert, das eine umfassende Beteiligung der Betroffenen vorsieht.
1. In einem ersten Schritt erteilt der Lenkungsausschuss einen Auftrag zum Nachdenken an das Projektteam, das die Koordination und Moderation der konkreten Beteiligungsprozesse übernimmt.
2. In so genannten „Zukunftswerkstätten“ arbeiten per Zufallsgenerator ausgewählte Kinder und Jugendliche. Dabei sollen sie Meinungen und Ansichten zu ihrem Lebensumfeld diskutieren und Ideen, Ansätze und Vorschläge entwickeln. Analog zu den Zukunftswerkstätten werden auf der Ebene der Erwachsenen „Planungszellen“ organisiert. Auf Grundlage der Ergebnisse der Zukunftswerkstätten sollen sie ihre Erfahrungen und Meinungen einbringen und schlussendlich ein „Bürgergutachten“ erstellen.
3. Am „Runden Tisch“ haben sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene die Möglichkeit, in einen Dialog mit den zuständigen Experten und Verantwortlichen aus der Region zu treten und ihre Forderungen anzubringen bzw. zu reflektieren.
4. Aus diesem Dialogprozess werden die empfohlenen Maßnahmen an den Lenkungsausschuss übergeben, der wiederum das Koordinationsteam, also Fachleute und Verantwortliche, mit der Umsetzung 5., 6. betraut.
Nach einem Jahr wird auf Grund eines Umsetzungsberichts evaluiert, welche konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Forderungen getroffen wurden. 7.
"Die vielen positiven Rückmeldungen bei der Bürgerbeteiligung sprechen für sich. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für ihr Mitwirken!"
Herbert Sausgruber
Landeshauptmann
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
Download:
Warum "Kinder in die Mitte"? (247 kB)
Die erforderlichen Programme zum Anzeigen und Abspielen finden Sie hier: Download Programme