vorarlberg.at · Presse · Landespressestelle · Vorarlberg Magazine · Vorarlberg Magazine 2005 · Vorarlberg Magazin Nr. 115/2005
Arbeitsmarkt-Projekte
Im Rahmen eines Arbeitsmarktgipfels haben Landeshauptmann Herbert Sausgruber sowie Vertreter der Sozialpartner zusätzliche arbeitsmarktpolitische Projekte beschlossen. Land und AMS stellen insgesamt 3,9 Millionen Euro zur Verfügung, gab Sausgruber bekannt. Die Hauptinhalte des beschlossenen Maßnahmenpakets: Das Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen für Niedrigqualifizierte wird ausgebaut, im Bereich „Personalleasing“ werden mehrere Projekte durchgeführt, länger als drei Monate arbeitslos gemeldete Personen sollen über ein vorerst befristetes Arbeitsverhältnis eine Beschäftigungsmöglichkeit erhalten, das Jugendbeschäftigungsprogramm „Jobs for you(th)“ wird ausgebaut.
Lebendige Alpwirtschaft
Die Landesregierung unterstützt auch heuer die Sozialversicherungskosten für das Alppersonal und für Kleinsennerei- Halbjahresbetriebe, berichtet Agrarlandesrat Erich Schwärzler. Im Landesbudget sind dafür 363.000 Euro veranschlagt. „Mit der Bewirtschaftung der Alpen leisten unsere Bauern einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhaltung der Berglandschaft, der Attraktivität des ländlichen Raumes und der Lebensqualität, so Schwärzler. Im „zweiten Stockwerk“ der Vorarlberger Landwirtschaft arbeiten jeden Sommer etwa tausend Älplerinnen und Älpler auf 560 Alpen. Fast 40.000 Tiere beweiden die Bergwiesen.
Prävention sichert Lebensqualität
Die Initiative „Sichere Gemeinden“ hat sich auch im Jahr 2004 als Vorzeigeprojekt für bürgernahe Unfallverhütung bewährt. Es gab über 450 Veranstaltungen, an denen 43.000 Menschen teilgenommen haben. Land und Gemeinden beteiligen sich jährlich mit rund 220.000 Euro an den Gesamtkosten. „Investitionen in die Sicherung der Lebensqualität, die sich auf jeden Fall lohnen“, so Landesstatthalter Hans-Peter Bischof bei der Präsentation des Tätigkeitsberichtes 2004. In den Jahren 2005/2006 setzen die „Sicheren Gemeinden“ einen Schwerpunkt zum Thema Kinderunfälle. Insbesondere geht es um die Verhütung von Unfällen von 0- bis 6-Jährigen in Haus und Garten (z.B. Schwimmteich).
Jugendliches Redetalent
Mit Dominik Bilgeri von der HAK Bezau stellt Vorarlberg heuer einen Bundessieger beim Jugend-Redewettbewerb. Landesrätin Greti Schmid gratulierte zu diesem schönen Erfolg. Der Redewettbewerb sei eine gute Gelegenheit für Jugendliche, sich zu gesellschaftlichen Themen zu äußern, so Schmid: „Umso schöner, dass Dominik seine beim Landesbewerb gezeigte souveräne Leistung auf Bundesebene wiederholen konnte und sein Redetalent neuerlich bewiesen hat.“ Den Bundesbewerb gewonnen hat Dominik Bilgeri in der Kategorie „Spontanrede“ mit dem Thema „Bedeuten unterschiedliche Weltanschauungen automatisch Feindschaft?“.
Flexengalerie wird sicherer
Fast zehn Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die Instandsetzung der Flexengalerie am Arlberg investiert. Im Vordergrund steht dabei die Verkehrssicherheit auf dieser spektakulären Straße, so Verkehrslandesrat Manfred Rein. Das gesamte Bauprojekt soll bis 2011 abgeschlossen sein. Noch heuer fließen gut zwei Millionen Euro in die Dacherneuerung der „Großen Dohle“. Es gehe darum, durch Felsstürze verursachte Durchbrüche von Galeriedächern, wie 1997 bei der Hölltobelgalerie passiert, weitgehend zu verhindern, so Rein.
Hilfe für auffällige Schüler
Im Schulalltag sind Lehrpersonen, Eltern, Schülerinnen und Schüler manchmal mit schwierigen, mitunter gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen konfrontiert und müssen sich angemessen mit ihnen auseinandersetzen. Deshalb stellen Landesschulrat und Landein breites Unterstützungsangebot, so Landesrat Stemer. Die „Kindergartenvorsorge neu“ erlaubt es, Verhaltensauffälligkeiten sehr früh zu erfassen und abzubauen. Beratungslehrer und Kriseninterventionslehrer helfen, damit es möglichst selten so weit kommt, dass Schüler suspendiert werden müssen. Weiters wurde die Helpline „Von Profi zu Profi“ eingerichtet, wo Lehrpersonen punktgenauen Rat von Experten einholen können.
Schulkinder helfen bei Renaturierung
Mit Feuereifer haben die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Hard-Markt bei der Renaturierung des Dorfbaches mitgemacht. Unter fachkundiger Anleitung bauten sie Weidenfaschinen zur Uferbefestigung, pflanzten Sträucher zur Beschattung und gestalteten die neu angelegte Insel. Landesrat Dieter Egger erkennt den Mehrfachnutzen des Projekts: „Diese Renaturierung nützt der Ökologie, dem Dorfbild und ganz wesentlich der Bewusstseinsbildung der beteiligten Kinder.“
Landtage für EU-Selbstbeschränkung
Nach dem „unübersehbaren Warnsignal“ bei den Abstimmungen über die europäische Verfassung in Frankreich und den Niederlanden muss sich die EU auf ihre eigentlichen Aufgaben besinnen, fordern die Präsidenten der deutschen und österreichischen Landesparlamente in ihrer gemeinsamen „Innsbrucker Erklärung“. Für Landtagspräsident Gebhard Halder ist klar,dass der Weg nun in Richtung mehr Subsidiarität führen muss. Die Aushöhlung der Gestaltungsräume der Länder sei kontraproduktiv, da gerade diese auf Grund ihrer Nähe zu den Bürgern und den regionalen Problemen in der Lage sind, die „vielen guten Gründe für Europa“ sichtbar und begreifbar zu machen.
Kontakt:
Amt der Landesregierung – Landespressestelle (LageplanFahrplan)
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